Awo-Familienzentrum : Von- und miteinander lernen

Sie freuen sich auf den nächsten „Fun“-Kursus: Jessica, Hanka und Josephy Russau.
Sie freuen sich auf den nächsten „Fun“-Kursus: Jessica, Hanka und Josephy Russau.

Im Oktober startet zum dritten Mal das Projekt „Fun - Familie und Nachbarschaft “ / Weitere Kursangebot bei Awo in Güstrow

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22. September 2015, 06:16 Uhr

Das Interesse am Fun-Kursus der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist wieder groß. Für „Familie und Nachbarschaft“ stehen die drei Buchstaben, aber auch für die wörtliche Übersetzung: Spaß. Für den Kursus im Familien-, Freizeit- und Lernberatungszentrum der Awo in der Güstrower Südstadt, der seit 2014 zweimal stattfand, gibt es jetzt sogar eine Warteliste.

„Fun ist ein Programm für Familien, das Beratung und Familienbildung verbindet“, sagt Ilona Hänsel von der Awo. Die Leiterin des Bereiches Familienbildung gestaltet den „Fun“-Kurs gemeinsam mit Susann Siebert von der Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie Kitaleiterin Beate Beyer. Dadurch bekommt das Projekt einen interdisziplinären Charakter. Und das scheint geglückt zu sein: „Die Familien kommen von überall her“, berichtet Ilona Hänsel. Das Programm findet an jeweils einem Nachmittag über acht Wochen statt und gibt Familien Raum zum Spielen, Malen, Erzählen und gemeinsamen Essen. Jede Familie bekommt einmal den „Kochlöffel“ übergeben, um das Abendbrot für alle Teilnehmer zu organisieren und zuzubereiten. Dieses Programm kam im ersten Durchgang so gut an, dass bald der zweite folgte. Am 8. Oktober startet „Fun“ zum dritten Mal. Hanka Russau (47) wäre gern wieder mit ihren Kindern dabei. Die Familie nahm an den ersten Durchgängen teil und ist immer noch begeistert. „Das war super. Die Kinder waren richtig enttäuscht als es zu Ende war“, erzählt die Mutter. Besonders die festen Termine hätten ihren Töchtern Josephy (7), Jessica (10) und Jennifer (14) gut getan. Als Susann Siebert die Familie zum ersten mal auf den Kursus angesprochen hatte, waren die Mädchen noch skeptisch. Jetzt warten sie darauf, dass es endlich weitergeht. Besonders die „Mama und Kind“-Spiele, bei denen sich die Mutter auf jeweils ein Kind konzentrierte, kamen gut an. „Die fanden das ganz toll, wenn sie Mama nur für sich hatten“, berichtet Hanka Russau. Für sie selbst war aber auch der Austausch mit den anderen Eltern sehr wichtig. Den Höhepunkt für die ganze Familie bildeten aber die Überraschungsspiele, meint Hanka Russau. Die Abwechslung wäre wichtig, ebenso überhaupt einmal zu Hause rauszukommen. Durch „Fun“ konnte die Familie auch etwas für den Alltag mitnehmen, so würden die Kinder inzwischen häufiger und ausdauernder gemeinsam spielen. Auch die Teamerinnen sind sich einig: „Es gibt in jeder Familie und bei jedem Familienmitglied Potenzen und Ressourcen, um den Familienalltag gut zu bewältigen.“


Von Schülerhilfe über Yoga bis zum Nähkursus


Wie die Erlebnisse beim „Fun“-Kursus ist auch das übrige Programm der Awo in diesem Halbjahr wieder vielfältig. Von Beratung über Schülerhilfe bis zur Familienbildung ist in den sieben Bereichen des Familien-, Freizeit- und Lernzentrums alles vorhanden. Im gesundheitlichen Bereich wären z. B. Tischtennis und Frauensport sehr beliebt, berichtet Katrin Kaiser, Sachbearbeiterin bei der Awo. Auch Line Dance, Zumba und Pilates seien sehr gefragt. Für Yoga-Kurse gebe es sogar Wartelisten. Aus dem Bereich Familienbildung werden neben dem „Fun“-Projekt beispielsweise ein Babytreff und das Elterncafe, in dem Mütter sich auch ohne Kinder austauschen können, angeboten. PC-, Englisch- und Nähkurse, Seniorentreff machen das Konzept noch bunter. Auch neue Kurse würden bereits geplant, erzählt Katrin Kaiser. „Alle Kurse sind für jedermann“, sagt die Sachbearbeiterin. „Das Gute ist auch, dass wir kurze Wege haben. Man kann gleich das richtige Angebot vermitteln. So bereichern wir uns gegenseitig“, erklärt Ilona Hänsel.

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