Kultur aktuell 2018 : Von „Üppig - Üppig“ bis zum fulminanten „Kunstwinter“

Galeristin Sylvia Henschel vor einer Plastik von Günter Kaden, die den tanzenden Luther zeigt.
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Galeristin Sylvia Henschel vor einer Plastik von Günter Kaden, die den tanzenden Luther zeigt.

Kultur aktuell: die Vorhaben 2018 der im Bahnhof ansässigen Galerie Teterow.

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26. Januar 2018, 21:00 Uhr

Im nächsten Sommer ist es fünf Jahre her, dass die Galerie Teterow in das sanierte Bahnhofsgebäude der Bergringstadt zog. Aus diesem Anlass wird am 24. August ein zünftiges Bahnsteigfest gefeiert, das unter dem Motto „Die goldenen Zwanziger“ steht. „Natürlich hatten wir 2013 Bauschmerzen. Da war der Sprung von 100 auf zirka 250 Quadratmeter Ausstellungsfläche und die Frage, ob die Besucher den neuen Ort annehmen werden“, erinnert sich Galeristin Sylvia Henschel. Auf der anderen Seite standen die Vorteile: Größere Räume ermöglichten opulente Ausstellungen, das Ambiente stimmte, Künstler fühlten ihr Werk besser präsentiert. Und die Besucherzahlen stiegen. „Wir sind ein Leuchtturm unter den Galerien im Land“, sagt Sylvia Henschel selbstbewusst. Im Mittelpunkt steht das im Zentrum von Mecklenburg-Vorpommern liegende Kunsthaus sowieso.

Zur ersten Vernissage im neuen Jahr kam gestern der Maler und Zeichner Christian Kabuß. Der gebürtige Ludwigsluster diplomierte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und war Stipendiat an der Accademie di Belle Arti di Venecia. Inzwischen lebt Kabuß, der von der Gegenständlichkeit wegführende Bilder bevorzugt, mit seiner Familie in Altkalen. Am 23. Februar ist er noch einmal in der Galerie zu erleben, aber dann als Pianist. Mit einem Jazz & Klassik-Konzert weiht er die jüngste Neuanschaffung der Galerie, einen Flügel, ein.


Maler und Zeichner dominieren

Überhaupt, sagt Sylvia Henschel, dominieren in diesem Jahr die Maler und Zeichner das Ausstellungsprogramm. Da sind ab Mitte März die Bilder des Malers Gerd Wandrer und die keramischen Arbeiten seiner Frau Annette zu sehen. Es schließt sich Anfang Mai die Schau „Zoogefunkel II“ mit Malerei und Zeichnungen des in Repnitz in der Gemeinde Lühburg lebenden Malte Brekenfeld an. Auch hier ergänzt die Ehefrau Birke die Ausstellung durch Schmuckarbeiten. Mit dem treffenden Motto „Üppig-Üppig“ geht es in den Kunstsommer, über den zwölf Maler, Grafiker, Bildhauer, Keramiker und Schmuckdesigner aus Berlin/Brandenburg und MV ihre Arbeiten in der Galerie präsentieren. Ein Highlight verspricht Sylvia Henschel für den Herbst. „Dann wird Jost Heyder, der der Leipziger Schule zuzuordnen ist und dessen Lehrer die Professoren Arno Rink und Bernhard Heisig waren, ausstellen“, blickt die Galeristin voraus. Und schließlich wird das Jahr wieder ausklingen mit einem fulminanten „Kunstwinter“, der von 99 Künstlern aus MV bestritten wird und nahezu alle Genres umfasst.

Auf zwei Veranstaltungen außerhalb des Ausstellungsprogramms weist Sylvia Henschel noch hin. Da steht nach einjähriger Pause am 2. März wieder der beliebte Damenabend im Programm. „An dem Tag verwandelt sich unsere Galerie in einen Laufsteg, auf dem angesagte Mode präsentiert wird“, sagt sie. Am ersten August-Wochenende gibt es die 20. Ausgabe des weit über die Grenzen der Stadt bekannten Töpfermarktes. Keramiker aus 70 Werkstätten aus ganz Deutschland, Belgien und Ungarn haben sich zu diesem Event in der Bergringstadt angekündigt. Veranstalter des Töpfermarktes ist der Kunstverein Teterow, der auch Träger der Galerie im Teterower Bahnhof ist.

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