lachen erwünscht: : Von Treuhand, Buschzulage und Arbeitsamt

„Die lieben Alten“ proben noch mit Blatt am Quodlibet: Monika Ricker, Irene Kautz, Peter Balcke, Helma Neumann und Günter Hemp (v.l.).
„Die lieben Alten“ proben noch mit Blatt am Quodlibet: Monika Ricker, Irene Kautz, Peter Balcke, Helma Neumann und Günter Hemp (v.l.).

Seniorenkabarett „Die lieben Alten“ studiert sein viertes Programm ein / Bisher fast 100 Auftritte

svz.de von
26. November 2014, 06:00 Uhr

Das Seniorenkabarett der Volkssolidarität „Die lieben Alten“ kann sich über fehlende Arbeit nicht beklagen. An jedem Dienstag treffen sich die fünf Mitglieder, um an ihrem vierten Kabarettprogramm zu proben. „Neben einigen Sketchen haben wir das Quodlibet, das ja eine Art Markenzeichen unserer Gruppe ist, bereits fertig. Nun sind wir beim Einstudieren der Texte und Melodien“, informiert Günter Hemp. Er verrät, dass der 25. Jahrestag des Mauerfalls und alles, was danach geschah, im neuen Programm zur Sprache kommt.

Da wird also noch einmal an die abwicklungswütige Treuhand, die Buschzulage für mutige Wessis oder die ersten herzlichen Kontakte mit dem Arbeitsamt erinnert. Eigentlich wollte das Ensemble schon viel weiter sein mit dem Programm und plante die Premiere in diesem Jahr.

Einen Strich durch die Rechnung hat den Kabarettisten die große Nachfrage nach Auftritten mit dem dritten Programm „Teure Heimat, deine Pleiten“ gemacht. „Wir haben bereits 30 Aufführungen hinter uns und noch immer ist das Interesse ungebrochen“, freut sich Günter Hemp. Noch in diesem Jahr liegen weitere fünf Auftritte an. „In Rostock sind wir an sieben Spielstätten regelmäßig zu Gast“, sagt der Kabarettchef. Angefragt werden die Darsteller im Alter zwischen 69 und 76 Jahren vor allem von Ortsgruppen der Volkssolidarität, aber auch zu Firmenveranstaltungen oder Dorffesten werden sie eingeladen. Die weitesten Touren führten auf die Insel Rügen und nach Schwerin. Während das Kabarett sein Publikum bei den meisten Auftritten schon nach wenigen Minuten „gefangen“ hat, erinnert sich die Gruppe an zwei Vorstellungen nur ungern. „Das war beide Male in einem Zelt, wobei in einem Fall parallele Veranstaltungen zu einem Dorffest liefen und dazu kräftig Alkohol ausgeschenkt wurde“, weiß Hemp. Seit diesen Erfahrungen schaut sich die Gruppe die Auftrittsbedingungen immer genau an und spricht mit dem Veranstalter den Tresenbetrieb ab.

Insgesamt haben „Die lieben Alten“ ihre bisherigen drei Kabarettprogramme in fast 100 Vorstellungen aufgeführt. Dabei haben sie immer die Erfahrung gemacht, dass das Publikum die satirische Aufarbeitung von alltäglichen Problemen schätzt. Die fünf Kabarettisten nehmen Politiker dabei ebenso gern aufs Korn wie neue Verordnungen, Themen aus dem Gesundheitsbereich oder aus dem Familienalltag. Besonders motivierend ist, wenn Pointen sitzen und ein Sketch, ein Monolog oder ein Lied im Publikum ankommt. „Es muss nicht immer in Schenkelklopfen ausarten. Ein verzögerter Applaus nach einem Nachdenken ist uns genau so wichtig“, sagt Günter Hemp. Er verspricht, dass das vierte Programm, für das noch ein Titel gesucht wird, bis zum Sommer Premiere haben soll.




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