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Güstrower Anzeiger

24. September 2017 | 08:59 Uhr

Nach dem Abitur : Von Güstrow ins tiefe Afrika

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Einzigartige Landschaften, fremde Völker und Kulturen, unvergessliche Erlebnisse – Auslandsjahre nach dem Abitur werden bei Schülern immer beliebter. Auch Clara Nicolai und Raphael Lüding, Güstrower Gymnasiasten, sind offen für die Welt nach ihrem Abitur.

Einzigartige Landschaften, fremde Völker und Kulturen, unvergessliche Erlebnisse – Auslandsjahre nach dem Abitur werden bei Schülern immer beliebter. Viele wollen nach dem Abi-Stress erstmal eine Auszeit nehmen und Neues entdecken. Besonders beliebt sind dabei Australien, Neuseeland oder auch die USA. Aber auch Entwicklungsländer locken mit ihren einzigartigen Landschaften sowie der anderen, nichteuropäischen Kultur.

Die Angebote der verschiedenen Anbieter boomt und Möglichkeiten für ein Auslandsjahr sind zahlreich vorhanden. Neben einem „Work and Travel Jahr“, wo man auf eigene Faust durch das Land reist und sich mit Nebenjobs Geld verdient (besonders in Australien sehr beliebt) sind außerdem möglich: ein Aupair-Jahr, Sprachreisen, ein Freiwilliges Soziales Jahr, Praktikas im Ausland usw.


Kindern in Malawi Englisch beibringen


Raphael Lüdin macht dieses Jahr sein Abitur am John- Brinckman-Gymnasium in Güstrow. Nach der Schule hat er sich dazu entschlossen, über eine christliche Entwicklungs- bzw. Missionsorganisation (Europäische Baptistische Mission) nach Malawi in Afrika zu fliegen. „Am 11. September wird es für mich und andere Volontäre in Richtung Afrika gehen. Ich bin sehr gespannt“, sagt der 18-Jährige. Der Abiturient wird dort in einer Gastfamilie leben. Raphael macht ein Volontariat in einer Grundschule und soll den Kindern Englisch beibringen. Die Stammessprache in Malawi ist Chichewa, den Kindern bringt diese Sprache auf ihrem Bildungsweg aber nichts. Deshalb fangen sie früh an, Englisch zu lernen. „Ich darf beispielsweise mit schwächeren Kindern zweimal in der Woche in Kleingruppen Bücher lesen und ihnen helfen, geschriebene Texte besser zu verstehen und besser auszusprechen“, erzählt Raphael voller Vorfreude.

Der Güstrower Gymnasiast hat keine Angst davor, in ein völlig fremdes Land zu gehen. Nur auf seine Gastfamilie ist er besonders gespannt. „Es ist ja eine ganz andere Kultur, aber ich bin ganz zuversichtlich“. Neben der Arbeit möchte Raphael natürlich auch reisen. Eines seiner Ziele sind die Victoriafälle.

Clara Nicolai aus der 11. Klasse hat zwar noch ein Jahr Zeit, um sich genau zu überlegen, was sie nach der Schule machen möchte, weiß aber jetzt schon, dass sie ein Jahr ins Ausland gehen wird. Ihre Ziele: Entweder Afrika, um an einem freiwilligen Projekt mitzuhelfen, um eine Schule aufzubauen oder wie Raphael Kinder zu unterrichten oder Australien für „Work and Travel“. Für die 16-Jährige ist klar: „Es gibt viele gute Gründe ins Ausland zu gehen. Zum einen hat man eine Auszeit von der Schule mit dem ganzen theoretischen Lernen, zum anderen finde ich es spannend, auch auf sich angewiesen zu sein und auch mal ohne Eltern zu reisen und sich zu organisieren.“ Ein weiterer positiver Nebeneffekt sei das Verbessern der englischen oder auch anderer Sprachen. Genaue Vorstellungen hat die angehende Abiturientin noch nicht, was sie studieren möchte. Da würde ein Auslandsjahr genau richtig sein. „Es ist natürlich auch traurig, seine Freunde und Familie für eine längere Zeit nicht mehr zu sehen. Am Anfang habe ich bestimmt viel Heimweh, aber auf der anderen Seite vergeht ein Jahr so schnell, vor allem wenn man viele schöne Erlebnisse hat. Deshalb wird das für mich kein Problem sein“, sagt Clara optimistisch.




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