Serie „Ehrensache“ : Von Geschichte fasziniert

Serie „Ehrensache“: die 63-jährige Freya Bever führt seit 16 Jahren durch Güstrow / Krippenmuseum zur Weihnachtszeit hoch im Kurs

Für Freya Bever geht eine arbeitsreiche Woche zu Ende. Die 63-Jährige führte nicht nur Schüler durch das Norddeutsche Krippenmuseum in der Güstrower Heilig-Geist-Kirche, sondern hatte auch einige Stadtführungen auf ihrem Terminkalender. Die Güstrowerin hat darin eine ehrenamtliche Arbeit gefunden, die ihr viel Freude macht.

„Geschichte hat mich schon immer fasziniert, also habe ich Mitte der 1990er-Jahre einen Stadtführerlehrgang belegt“, erzählt Freya Bever. Damals war sie arbeitslos geworden und wollte dennoch etwas tun. Inzwischen ist sie Rentnerin, doch dabei ist sie immer mit großem Spaß. „Ich freue mich, wenn es den Leuten gefällt“, sagt sie.

Auch Schülern vermittelt sie gern etwas über alte Gebäude in Güstrow, über Kirchen oder das Krippenmuseum. Hier herrschte in diesen Tagen Hochkonjunktur. Freya Bever hat noch die Stifterin des Museums, Mechthild Ringguth, kennen gelernt, deren Leidenschaft das Sammeln von Krippenfiguren aus aller Herren Länder war. „Sie war eine taffe Frau“, erinnert sie sich noch heute gern. Die Geschichte der Heilig-Geist-Kirche kennt Freya Bever sehr gut, schließlich hat sie auch einen Kirchenführerlehrgang belegt. „Mich haben die Hintergründe interessiert. Wenn ich durch Kirchen führe, muss ich diese auch kennen“, so ihre Meinung.

Geboren ist Freya Bever in einem kleinen Ort bei Aschersleben in Sachsen-Anhalt. In Halle an der Saale wurde sie zur Kindergärtnerin ausgebildet und kam durch die Arbeit ihres Mannes Johannes 1978 nach Güstrow. Bis 1994 war sie als Kindergärtnerin voll beschäftigt. Den Freiraum, der dann entstand, verstand sie zu füllen und hat gerade in der Adventszeit unheimlich viel zu tun gehabt. Doch die Führungen bedeuten für die 63-Jährige nicht nur Arbeit, auch nach 16 Jahren ist sie immer noch aufgeregt. „Es kommt auch unheimlich viel zurück“, sagt sie.

In den Jahren kam sie mit sehr vielen Menschen in Kontakt, auch das ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit. Außerdem gibt es einen Punkt, den Freya Bever hervorhebt: „Man bleibt fit, denn man muss immer dazu lernen und bleibt so in Bewegung.“

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