SVZ-Wochenend-Interview : Von fernen Ländern und Koka-Tee

Sehr familienverbunden: Die Güstrowerin Martina Glaser in ihrem Garten mit ihrer vierjährigen Enkelin Sophia
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Sehr familienverbunden: Die Güstrowerin Martina Glaser in ihrem Garten mit ihrer vierjährigen Enkelin Sophia

20 Fragen an Martina Glaser / Die 49-jährige Güstrowerin leitet die Finanzabteilung des DRK-Kreisverbandes Güstrow

Wenn es um die Finanzen geht, hat Martina Glaser beim DRK-Kreisverband Güstrow alles im Griff. Seit 22 Jahren ist sie hier beschäftigt, seit 1995 leitet sie die Finanzabteilung. Geboren 1966 in Güstrow machte Martina Glaser Anfang der 1980er-Jahre eine Lehre zur Industriekauffrau in der Zuckerfabrik Güstrow, war anschließend dort Buchhalterin, parallel absolvierte sie ein Fernstudium. Seit dem jahr 2006 ist sie auch Mitglied des Vorstandes des DRK-Kreisverbandes. Martina Glaser ist verheiratet und hat zwei Töchter (29 und 26 Jahre alt).

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Auf Reisen mit einem Fotoapparat in der Hand. Ferne Länder locken mich ungemein und schöne Fotos sind die besten Trophäen. Dabei ist es egal, ob es ein Viergenerationenfamilienurlaub, eine Tour als Sozia auf dem Motorrad meines Mannes oder eine Fernreise wie in diesem Jahr nach Peru ist. Hauptsächlich ziehen mich die Natur mit ihren Landschaften und Tieren aber auch Spuren vergangener Kulturen in ihren Bann.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?

Davon ab, dass ich den stressigen Job des Bürgermeisters keinesfalls haben möchte... Rein hypothetisch würde ich noch mehr soziale Projekte fördern, Mittel für soziale Zwecke locker machen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?

An meinem Arbeitsplatz in der Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes Güstrow – meinem zweiten Zuhause.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mit Erdbeerenpflücken in der 9. Klasse.
Wofür haben Sie es ausgegeben?

Wahrscheinlich habe ich es ehrfürchtig ins Sparschwein gesteckt. Die Plackerei dafür war nämlich sehr anstrengend.
Was würden Sie gerne können?

Fliegen. Ich klettere eigentlich in alles hinein, was ein Gefühl des Fliegens vermittelt. Dabei geht’s mehr um das Schweben in der Luft, als um halsbrecherische Aktivitäten.
Was stört Sie an anderen?

Arroganz, und ich halte mich möglichst von ewigen Nörglern fern.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Als meine Enkelin mir dabei zusah, wie ich Vanillezucker in den Milchshake rieselte und sie fragte, warum ich da Waschpulver rein tue.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Fällt mir leider gar nichts zu ein, ich fand das alles vernünftig. Auch wenn der Papst das Trinken von Koka-Tee ablehnt, in den peruanischen Anden hilft es gegen die Höhenkrankheit.
Wer ist Ihr persönlicher Held?

Robin Hood und alle, die ihm in der heutigen Zeit nacheifern. Wobei ich die Diebstahlsmethode natürlich nicht gutheißen kann. Naja, auch Helden haben manchmal Macken.
Welches Buch lesen Sie gerade?

Ken Follet – Die Jahrhundert-Saga
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

CSI – Den Tätern auf der Spur. Die kriminalistische Spurensuche finde ich faszinierend.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?

Bei keinem von beiden. Humor ziehe ich in jedem Fall vor, gehe aber nicht unbedingt zum Karneval. Fußball ist nur bei Europa- oder Weltmeisterschaften im Biergarten eine Option.
Wen würden Sie gerne mal treffen?

Robin Hood. Aber Zeitreisen ist ja wohl immer noch nicht möglich, oder?
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Das ganz große Kochtalent bin ich nicht, aber die italienische Küche mag ich sehr. Deutsche Gerichte koche ich schon, seitdem ich meine Familie satt bekommen musste, und sie haben bis jetzt überlebt.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Über den Wolken von Reinhard Mey....
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Biene Maja Comics von meinem Vater, als Mitbringsel aus dem Westen. Irgendwann waren sie dann so zerfleddert, dass meine Eltern sie zum Einbinden gegeben haben. Später habe ich sie verschenkt. Aus heutiger Sicht schade, denn meine Enkelin liebt die kleine Biene auch.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Endlich mal wieder reisen. Da fehlen noch so viele Ecken auf dem Planeten.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?

In einem Wohnmobil auf Achse... oder in einem Häuschen am See, mein Mann bringt den Fisch für das Mittagessen, ich schnipple Gemüse...
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Marion Freudenberg, sie ist ein wahrer Sonnenschein und verbreitet immer gute Laune. Oder Norbert Kempa, er führt eine kleine Metallverarbeitungsfirma in Güstrow, und das schon seit ewigen Zeiten.


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