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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 10:44 Uhr

Rosen : Von Duft und Farben fasziniert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Annelies Milhareck pflegt in Ganschow einen Rosengarten / Start mit 350 Rosen vor zehn Jahren

von
erstellt am 14.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Einen Rosengarten hatte sie sich lange gewünscht. Vor zehn Jahren war die Zeit gekommen. Die Kinder waren aus dem Haus und ein großer Gemüsegarten zur Selbstversorgung nicht mehr zwingend notwendig. Annelies Milhareck fasste den Entschluss und kleckerte nicht etwa bei der Umsetzung. Heute verdreht manche Autofahrerin den Kopf, bleiben Radler stehen und staunen über die bunte Rosenpracht in ihrem Vorgarten in Ganschow.

Annelies Milhareck wusste, was sie wollte und bestellte 350 Rosen. Im April vor zehn Jahren kam die Lieferung an. „Mein Mann war damals gerade wegen der Hüfte im Krankenhaus, so hatte ich meine Ruhe und habe jede Rose selbst gepflanzt“, erinnert sie sich lachend. „Mein Mann hatte zwei Pferde. Das war sein Hobby. Und ich hatte nun meinen Rosengarten. Nachmittags hat er angespannt. Wir sind ausgefahren und danach haben wir uns zum Kaffeetrinken in den Garten gesetzt“, berichtet die heute 71-Jährige. Das sei ein Leben gewesen, wie es sich für Rentner gehört, meint sie. Bis heute genießt sie es, wenn der Wind den Duft der Rosen durch den Garten trägt. In erster Linie sind es Edelrosen und moderne Strauchrosen, auch ein paar Rosen des englischen Züchters David Austin sind darunter. Sie sind für ihren besonders starken Duft bekannt. Wichtig ist Annelies Milhareck, dass die Rosen sie von Mai/Juni bis zum ersten Frost mit ihren Blüten erfreuen. Zu ihren Lieblingsrosen gehört u.a. die „Bakarole“ mit ihren dunkelroten samtigen Blüten. „Sie blüht bis zum Frost. Die Blüten sind einfach toll und halten sich auch lange in der Vase“, schwärmt die Rosenliebhaberin.

Oft werde sie gefragt, wie sie mit ihren Rosen umgehe, dass sie so kräftig und gesund aussehen. Zum einem, so verrät Annelies Milhareck, hat der Teil des Gartens einen lehmigen Boden. Das ist es, was Rosen wünschen. Dann bekamen die Pflanzen stets vor dem Winter eine Packung Pferdedung, was sie mit kräftigem Austrieb und herrlicher Blütenpracht dankten. Nach dem Tod ihres Mannes hätten die Rosen erstmals Kunstdünger bekommen. Aber sie überlege, ob sie sich im Spätherbst Dung vom Gestüt besorgt. Und dann ist Annelies Milhareck nicht zimperlich und spritzt ihre Rosen gegen Krankheiten wie Sternrußtau und Mehltau. „Man muss rechtzeitig damit anfangen. Wenn die Rosen erst einmal befallen sind, wird es schwierig“, berichtet sie aus Erfahrung.


Rosen jeden zweiten Tag ausputzen


Alle zwei Tage gehe sie durch den Rosengarten und knipse Verblühtes aus. So werde die Bildung neuer Knospen angeregt. Einmal in der Woche werde gehackt und geharkt, damit Unkraut erst gar keine Chance bekomme. Im Frühjahr müssen die Rosen zurückgeschnitten werden. Von viel Arbeit will sie nicht reden, aber ein schöner Garten wachse nicht von allein. Und immer wieder müsse auch etwas umgestaltet werden, nicht jede Rose gedeiht an jedem Platz so, wie sie es sich wünscht. So werde sie ein Beet hinter dem Haus umgestalten. Ein Obstbaum werfe inzwischen zu viel Schatten für die sonnenhungrigen Rosen. Hortensien würden mit dem Standort besser zurecht kommen. Den ersten Bauern- und Waldhortensien, die sie bereits gepflanzt hat, werden weitere folgen. Und dann ist dort auch noch das Buchsbaum-beet, mit dem Annelies Milhareck recht zufrieden ist.


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