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Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 00:26 Uhr

Dobbin : Von Dobbin Literaturwelt erobern

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Angelika Luise Preuß hat im Mai ihr Erstlingswerk veröffentlicht und legt gleich nach – Nächste Woche auf Frankfurter Buchmesse.

von
erstellt am 07.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Angelika Luise Preuß liebt das Schreiben. Deshalb hat die Deutschlehrerin nach zwei Jahrzehnten ihren Job an den Nagel gehängt und startet als Autorin noch einmal neu durch. „Ich möchte gerne eine neue Karriere beginnen“, sagt die 63-Jährige, die seit 2012 in Dobbin lebt. Im Mai veröffentlichte sie ihr Erstlingswerk „Das Tier mus weg“ – Auftakt zu der von ihr erdachten Reihe „Hinkelmanns Welt“. Vom 11. bis 15. Oktober stellt sie die humoristische Erzählung auf der Frankfurter Buchmesse vor.


Eigenen Verlag in Dobbin gegründet


Als Autorin nennt sich die Mutter von zwei Kindern „Ann Louise Preuß“. „Das klingt irgendwie eingängiger“, ist Angelika Luise Preuß überzeugt, die aus Nordrhein-Westfalen stammt und mit ihrem Mann vor einigen Jahren ein Haus am Krakower Obersee in Dobbin sanierte. Hier gründete sie auch ihren eigenen Verlag. „Sozusagen ein Ein-Personen-Verlag, in dem ich nur meine eigenen Bücher verlege“, sagt sie. Genannt hat sie ihn „Schönsee Verlag“, „weil der Krakower Obersee so wunderschön ist. In diese Landschaft hier habe ich mich verliebt“.

In diesem Verlag hat sie auch ihr Erstlingswerk herausgebracht. Enstanden ist das Buch in Co-Produktion mit der Güstrower Grafikdesignerin Andrea Sommerfeld, die für das Layout und die Illustrationen sorgte. „Humorvolle Texte zu verfassen, die auch noch dank Andrea Sommerfeld wunderbar treffend illustriert werden, macht einfach nur Spaß“, erzählt Angelika Luise Preuß. „Das könnte noch viele Jahre so weitergehen. Meine Affinität zum Schreiben stammt schon aus meiner Kindheit. Ich habe eine lyrische Ader.“

„Hinkelmanns Welt“ ist als Reihe konzipiert, bestehend aus abgeschlossenen Episoden. Die Reihe beginnt mit der Episode „Das Tier muss weg“. Eine zweite Episode „Der Verdacht muss weg“ ist demnächst ebenfalls fertig und soll ab Mitte November im Buchhandel erhältlich sein, kündigt die Autorin an. Auch an einem dritten Erzählband arbeitet Angelika Luise Preuß bereits in Dobbin. In den fortlaufenden humoristischen Erzählungen geht es um die Welt des Heribert Hinkelmann. Dieser Mittfünfziger und Junggeselle lebt seinen schrulligen Charakter in einer kleinbürgerlichen Welt aus, die vor allem durch ein zerrüttetes Nachbarschaftsverhältnis zu seinem Nachbarn Kloppstock bestimmt wird. „Hinkelmann ist ein skurriler Typ, ein Nicht-Held“, sagt Angelika Luise Preuß. Mit dabei in den Erzählungen ist auch immer der Kater Siegesmund.

„Nebenbei“ schreibt Angelika Luise Preuß noch an ihrem ersten literarischen Roman, mit dem sie nach eigener Aussage „poetische Kriterien“ erfüllen will. Arbeitstitel: „Helena stirbt“. „Es ist ein trauriges Thema, dass nur schwer zu Papier zu bringen ist“, gibt die 63-Jährige zu. Der Roman, der zur Hälfte fertig ist, basiert in Teilen auf einer realen Geschichte, die sie beobachtet hat. Die Veröffentlichung wird allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Zunächst konzentriert sich Angelika Luise Preuß in ihrem Haus am Krakower Obersee in Dobbin auf den zweiten und dritten Teil von „Hinkelmanns Welt“.

 


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