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Bildhauer : Von der Wachsfigurine zur Großplastik

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Bildhauer Henning Spitzer arbeitet an einer Hebefigur / Viele Ausstellungen und Kurse 2015

Bildhauerei ist schweißtreibende Arbeit. Henning Spitzer kann das bestätigen. Der 43-Jährige arbeitet seit Dezember in seinem Atelier im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus im Krönchenhagen 13 an einer Hebefigur. Vorbild ist eine Szene aus dem Ballett „Schwanensee“. Zu ihr schuf er 2013 ein Modell aus Modellierwachs – und vergaß es zunächst. Im vergangenen Jahr kramte er die Figurine wieder hervor, fertigte eine Gipsstudie an und beschloss, die Arbeit größer auszuführen.

„Von Zeit zu Zeit überprüfe ich frühere Arbeiten, ob ich sie verändern muss, ob sie mir noch immer so gefallen und ob daraus eine größere Plastik entstehen könnte“, schildert der Künstler. Ideal sei, wenn er für die Arbeit ein Modell findet. Da das nicht immer möglich ist, erschloss sich Spitzer den Weg über die kleine Wachsfigurine und eine „Schnell-Studie“. Bevor das Modellieren mit Gips beginnt, fertigt Spitzer ein stabiles Metallgerüst, die „Seele“ der Figur, wie er sagt.

2014 hat Spitzer vier Großplastiken geschaffen. Einige davon waren in der umfangreichen Personalausstellung im Nordschiff der Rostocker Petrikirche zu sehen. Neben den Plastiken zeigte der Künstler auch Malerei. In diesen Tagen hat er die Schau nach einer Ausstellungsdauer von fast einem halben Jahr wieder abgebaut. „Es war der ideale Ort für die Präsentation. Der sakrale Raum dunkel, und darin leuchtend die weißen Plastiken“, schwärmt er.

Auch 2015 ist sein Ausstellungskalender wieder gut gefüllt. Zurzeit sind Handzeichnungen von ihm im Eingangsbereich des Ambulanten Zentrums im Werkweg in Güstrow zu sehen. Erstmals will sich der Künstler über Pfingsten an der landesweiten Aktion „Kunst: offen“ beteiligen. Dabei wird er seine Arbeiten in der ehemaligen Wassermühle in Kölln bei Hoppenrade zeigen. Malerei von Spitzer hat auch die Kunsthalle Wittenhagen in der Feldberger Seenlandschaft im Programm. Der Höhepunkt dürfte Ende Mai eine Ausstellung in der Galerie Bissee in Schleswig-Holstein sein.

Daneben unterrichtet Spitzer. Im Kinder-Jugend-Kunsthaus leitet er mittwochs einen Mal- und Zeichenkursus und donnerstags einen zur Porträtplastik. Im Programm der Kreisvolkshochschule für das neue Semester ist der Künstler ebenfalls vertreten. Jeden Mittwoch beginnt da um 14 Uhr ein Malkursus in seinem Atelier. Schließlich setzt er die 2014 erstmals in der Kreativwerkstatt bei Barlachs Atelierhaus angebotenen Kurse fort. Am 21. und 22. März steht die „Bronzeplastik“ auf dem Lehrplan, es folgen übers Jahr Pastellmalerei, Porträtplastik und figürliches Zeichnen.

 


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