Kurhaus : Von der Taufe bis zur Trauerfeier

Seit 1995 leitet Erich-Alexander Hinz das Kurhaus am Inselsee.  Fotos: christina milbrandt (2)
1 von 2
Seit 1995 leitet Erich-Alexander Hinz das Kurhaus am Inselsee. Fotos: christina milbrandt (2)

Das Kurhaus am Inselsee ist seit 100 Jahren eine feste Größe im Leben vieler Güstrower / Jubiläumsfeier in der Nebensaison

von
04. Juli 2014, 06:00 Uhr

Am Güstrower Heidberg hat es gestern ein großes Jubiläum gegeben: Das Kurhaus am Inselsee ist 100 Jahre alt geworden. „Viele ältere Güstrower kennen dieses Haus schon seit ihrer Kindheit“, sagt Inhaber Erich-Alexander Hinz. Er hatte das Kurhaus 1995 von seinen Eltern übernommen und ist sich dessen Bedeutung für die Region bewusst. „Wir werden vor allem von den Menschen hier vor Ort angenommen. Unsere Arbeit ist also zu einem großen Teil lokal geprägt“, so Hinz.

Als feste Größe im gesellschaftlichen Leben der Barlachstadt wird das Kurhaus von vielen Güstrowern für feierliche Anlässe genutzt. Als Außenstelle des Standesamtes würden beispielsweise viele Hochzeiten gefeiert, berichtet Hinz. Aber auch zu anderen Gelegenheiten öffnet das Kurhaus seine Türen – von Jubiläen bis zu traurigen Anlässen. „Einige Familien begleiten wir von der Taufe bis zur Trauerfeier“, erzählt Hinz. Kein Wunder, dass viele selbst dann noch mit dem Kurhaus verbunden sind, nachdem sie aus Güstrow weggezogen sind. „Einige kommen schon noch vorbei, um zu sehen, was das Kurhaus so macht“, sagt Hinz.


Zwei Weltkriege und viele politische Wirren


Im vergangenen Jahrhundert hat das Kurhaus schon viele Veränderungen mitgemacht. Schon kurz nach seiner Gründung am 3. Juli 1914 war es bei den Güstrowern sehr beliebt. Nur wenige Monate später brach der Erste Weltkrieg aus. Überschattet wurde seine Geschichte auch vom Zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit wurde das Hotel zum Lazarett umfunktioniert.

So ist das Kurhaus durch seine eigene Geschichte auch untrennbar mit der Geschichte der Barlachstadt verbunden. Darin liege auch das Geheimnis seiner großen Beliebtheit, meint Hinz. „Das Kurhaus hat zwei Weltkriege und viele politische Wirren überstanden. Auch deshalb hat es diesen festen Stand.“

Die große Feier blieb gestern jedoch aus. „Momentan geht bei uns das Wohl unserer Sommergäste vor“, sagt Hinz. Gewürdigt wird das Jubiläum in der Nebensaison. „Es gibt dann einen feierlichen Empfang für unsere Lieferanten und Geschäftspartner sowie einen Tag der offenen Tür“, verspricht der Inhaber.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen