Kuchelmiss : Von der Kameradschaft begeistert

Der gemischte Chor Kuchelmiß unter Leitung von Olrun Nast (r.) probt gerade für das Frühlingsfest der Gemeinde im Mai.
Der gemischte Chor Kuchelmiß unter Leitung von Olrun Nast (r.) probt gerade für das Frühlingsfest der Gemeinde im Mai.

SVZ-Serie „Chorgeflüster“: Der gemischte Chor Kuchelmiß blickt bereits auf eine 45-jährige Geschichte zurück.

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17. März 2018, 05:00 Uhr

Jeden Dienstagabend schallt Gesang durch die Räume der Freiwilligen Feuerwehr Kuchelmiß. Dann treffen sich die Sängerinnen und Sänger des gemischten Chores Kuchelmiß zur regelmäßigen Probe. Im März 1972 hatte der damalige LPG-Vorsitzende Wolfgang Meinicke den Chor mit zehn Männern und 20 Frauen gegründet. Das ist gut 45 Jahre her und noch jetzt gehören drei der damaligen Mitglieder dazu.

„Es ist die Gemeinschaft und die Kameradschaft, die mich begeistert“, sagt Irma Bülau (84), die schon immer gern und viel gesungen hat und die von Anfang an im Chor dabei ist. Diese wöchentliche Probe ist für viele eine gute Möglichkeit, mit anderen Bewohnern des Dorfes oder auch der Umgebung zu reden. Viele der Sänger sind schon vor Beginn der Probe vor Ort, um ins Gespräch zu kommen. Gut erinnern sich einige noch an die ersten Jahre. „Wir mussten damals unsere Chorleiterin Ingeborg Pocher jede Woche zur Probe aus Güstrow abholen und wieder nach Hause bringen“, erzählen sie. Dieser Aufwand habe sich aber gelohnt. Denn mit den regelmäßigen Übungsstunden im ehemaligen Kulturhaus wurde das kulturelle Angebot im Ort erweitert.

„In den ersten Jahren haben wir zur Jugendweihe gesungen, aber auch im Altersheim“, erinnert sich Gertrud Zander. Die 79-Jährige, die seit 1945 in Kuchelmiß lebt, singt ebenfalls von Anfang an mit. Damals sei das Mitwirken im Chor für sie Erholung vom Alltag gewesen.

Noch bis 1991 leitete Ingeborg Pocher den Gesangsverein, dann übernahm Brigitta Basedow die Leitung und kurze Zeit auch Uschi Wendland. Seit nunmehr fünf Jahren ist Olrun Nast (52) aus Krakow am See die Leiterin. Mit Keyboard oder Akkordeon begleitet sie den Gesang der heute 21 Sänger. Aber auch die Mundharmonika von Siegfried Simat (83) bringt eine besondere Stimmung in die Lieder.

Ob plattdeutsche Lieder, Volkslieder oder auch Dreistimmige Chorsätze – Olrun Nast traut ihren Sängern einiges zu. Sie habe selbst in einem Chor gesungen und ist ins „kalte Wasser“ gesprungen, als sie gefragt wurde, ob sie die Leitung übernehmen wolle. „Sonst wäre der Chor wohl eingegangen“, erklärt sie. Jetzt lobt sie die gute Gemeinschaft und fühlt sich in diesem Kreis sehr wohl. „Über weitere sangesfreudige Mitglieder würden wir uns schon freuen“, sagt Rosemarie Dau, die bereits zwei Jahre nach der Gründung Mitglied wurde.

Bis heute leistet der gemischte Chor in Kuchelmiß seinen Beitrag, um Feste mit Musik und Gesang zu bereichern. Zum Jubiläum im vergangenen Jahr organisierten die Sänger eine Chorfahrt nach Hamburg. „Da haben wir auch im Michel ein Lied angestimmt. Das war sehr schön“, erzählen sie. Erinnerungen haben sie auch noch an eine Fahrt nach Schwerin zur Bundesgartenschau und an eine Chorfahrt nach Pardobice (Tschechien).

Ein nächster Auftritt steht zum Frühlingsfest der Gemeinde im Mai an. Darauf arbeiten die Sänger jetzt hin, die ihre Winterpause damit beendet haben. Und sie freuen sich auf die wöchentlichen Proben ebenso wie auf weitere Auftritte in diesem Jahr.

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