20 Fragen : Von der Dörpstraat nach China

Auf ihrer Terrasse und in ihrem Garten in Kritzkow hält sich Anneliese Bittner am liebsten auf.
Auf ihrer Terrasse und in ihrem Garten in Kritzkow hält sich Anneliese Bittner am liebsten auf.

20 Fragen an Anneliese Bittner: Die langjährige Lehrerin ist heute Vorsitzende der Ortsteilvertretung Kritzkow

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08. November 2014, 06:00 Uhr

Anneliese Bittner genießt heute ihre Freizeit am liebsten in Haus und Garten mit ihrem zweijährigen Enkel Oliver. Doch Ruhe hat die 1954 in Güstrow geborene Lehrerin eher selten, ist sie doch vielfach aktiv. Anneliese Bittner studierte Englisch und Russisch an der Uni Rostock. 1976 begann sie ihre Lehrertätigkeit an der Fritz-Reuter-Schule in Kritzkow. Von 1991 bis 2004 war sie Schulleiterin an der Haupt-und Realschule mit Grundschulteil in Kritzkow. Nach der Schließung der Schule arbeitete sie als Lehrerin u.a. in Güstrow. In dieser Zeit stellte sie sich auch zur Wahl für die Gemeindevertretung in Kritzkow und bringt sich seitdem aktiv in verschiedenen Funktionen ein. Seit diesem Jahr ist Anneliese Bittner zudem Vorsitzende der Ortsteilvertretung Kritzkow. Im Juli 2013 begann ihre Ruhephase der Altersteilzeit. Auch im Vorstand der Ortsgruppe der Volkssolidarität und im Feuerwehrverein ist sie aktiv und organisiert Dorffeste mit. Anneliese Bittner ist seit 1976 verheiratet und hat zwei Kinder.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Auf unserer Terrasse oder im Garten.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ein langjähriger Traum ist ein Radweg zwischen Kritzkow und Weitendorf. Schön wäre auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Dörpstraat wegen der Kinder. Aber als Mitglied der Gemeinde- bzw. Ortsteilvertretung weiß ich auch, dass nicht allein der Bürgermeister über diese Maßnahmen entscheiden kann.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Auf unserem Grundstück oder in Ribnitz-Damgarten bei unserem Enkel. Dienstagabend beim Volleyball.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Beim Kartoffelsammeln in den Herbstferien.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Das kann ich nicht mehr genau sagen, bestimmt habe ich es erst einmal gespart.
Was würden Sie gerne können?
Ich möchte mich noch besser mit Computer, IPad und IPhone auskennen.
Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit, Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über unseren Enkel Oliver, der uns am vergangenen Wochenende mit seinen Eltern besucht hat. Wir saßen in der Küche und haben uns unterhalten, dabei auch gelacht. Da kam er hinein und sagte „Nun ist aber Schluss mit lustig“. Das aus dem Munde eines Zweijährigen, da haben wir schallend gelacht.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Da fällt mir gar nichts ein. Vielleicht diesem Interview zugestimmt?
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ich habe keinen persönlichen Held, aber ich schätze Menschen, die etwas Gutes tun ohne dafür eine besondere Anerkennung oder eine Gegenleistung zu erwarten, Leute, die Zivilcourage zeigen.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich muss leider sagen, dass ich mir trotz meiner Altersteilzeit noch nicht so viel Zeit zum Lesen genommen habe. Ich bin gerne draußen in unserem Garten und so habe ich Hörbücher für mich entdeckt. Da kann ich mich bewegen und nebenbei etwas Sinnvolles tun und interessante Bücher hören. Im Moment höre ich „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Das Nordmagazin versuche ich so oft wie möglich zu sehen.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Beim Karneval. Ich schätze unseren WKV. Ich finde es erstaunlich, was so ein kleines Dorf wie Weitendorf alljährlich auf die Beine stellt. Ich interessiere mich zwar auch für Fußball, aber da eher vor dem Fernseher.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Peter Maffay. Für mich ist er ein Ausnahmekünstler, einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Rock-und Popmusiker, der seit Jahrzehnten in den Charts zu finden ist. Neben seiner künstlerischen Arbeit ist Peter Maffay sozial und politisch engagiert. Er hat die Welt um sich herum stets im Blick gehabt und die Zeichen der Zeit auf seine Weise interpretiert. Mit dem kleinen Drachen Tabaluga hat er eine Figur geschaffen und Geschichten erzählt, die bestimmt noch viele Jahrzehnte Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern werden.
Wenn Sie kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Meist deutsche Gerichte, aber da unsere Schwiegertochter eine gebürtige Chinesin ist, koche ich auch gerne mal Chinesisch.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„Über 7 Brücken“. Mein Mann und ich haben uns bei einem Auftritt der Gruppe Karat kennen gelernt und Peter Maffay singt dieses Lied ja auch.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Zum 60. Geburtstag haben unsere Kinder eine Fotoshow für uns zusammengestellt, das hat mich emotional schon sehr berührt.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Viele schöne Reisen mit meinem Mann unternehmen. Wir träumen noch von Reisen nach Südafrika und China.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Ich möchte weiterhin gesellschaftlich und sportlich aktiv bleiben, reisen, lesen, stricken, viel Zeit mit meinen Kindern und Enkelkindern verbringen, Konzerte und Musicals besuchen.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Meinem ehemaligen Schüler Mirko Mank, der sehr engagiert in der Freiwilligen Feuerwehr Kritzkow und in der Stadtvertretung ist und als Geschäftsführer das Unternehmen Gerüstbau Mank leitet.



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