Bandmanagerin : Von der Bratpfanne auf die Bühne

Anett Wendt und „ihre“ Jungs, „The Scuttles“
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Anett Wendt und „ihre“ Jungs, „The Scuttles“

Anett Wendt managt seit vier Jahren Dire-Straits-Cover-Band „The Scuttles“ / Ansonsten betreibt die Zehnaerin einen Imbiss

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22. September 2015, 21:00 Uhr

Anett Wendt aus Zehna ist Fan von den „Dire Straits“. Vor vier Jahren hatte sie die Gelegenheit, eine besondere Beziehung zu der Band und ihrer Musik aufzubauen. „Ich hatte damals mit einem Freund die Agentur ,Kulturpraxis’ und für eine Veranstaltung die Dire-Straits-Cover-Band ,The Scuttles’ aus Leipzig gebucht“, erinnert sie sich. Die Jungs gefielen ihr so gut, dass sie ihnen vorschlug, sie in ihrer Freizeit als Managerin unter ihre Fittiche zu nehmen. Da die Chemie sofort stimmte und die Band sich bekannter machen wollte, ging das, um im Bild zu bleiben, sehr schnell über die Bühne.


Jüngste Dire-Straits- Cover-Band


Inzwischen feierte die ehemalige Schülerband im Januar ihr zehnjähriges Jubiläum. Die Musiker gelten mit ihren 28 und 29 Jahren in der Szene als eine, wenn nicht sogar die jüngste Dire-Straits-Cover-Band. Sänger Daniel Hütel ist ihre Stimme, Mark Knopfler wirklich sehr ähnlich. Die Musik betrachten sie als Hobby. Sie spielen die legendäre Musik der 80er-Kultband, weil diese „Rock-Epen für uns ein ganz besonderes Stück Musikgeschichte sind“, betonen sie auf ihrer Homepage.


Täglich schreibt sie zehn Veranstaltern


Anett Wendt hilft ihnen, dass sie übers Jahr viele Konzerte geben können. Täglich schreibt sie mindesten zehn Veranstaltern, damit der Terminkalender immer gut gefüllt ist. „Alle zwei Wochen sind wir bundesweit unterwegs, in Mecklenburg-Vorpommern das nächste Mal im November in Friedland“, erzählt die 49-Jährige, die in ihrem Leben schon immer mit Musik und Kultur zu tun hatte. Selbst Auftritte im Ausland arrangierte sie bereits. „Um das zu erreichen, musst du viele Leute kennen“, sagt sie. Genau das klappt bei ihr. Nächstes Jahr spielt die Band z.B. auf Teneriffa und auf den Azoren. „Darauf freuen wir uns schon besonders“, so Anett Wendt. Was noch fehlt ist ein Gastspiel in Güstrow. „Wir sind schon mal in Gülzow aufgetreten. Vielleicht wäre die Super-Oldienacht mal eine Gelegenheit in Güstrow zu spielen“, könnte sie sich vorstellen.

Die gebürtige Thüringerin lebt seit zehn Jahren in Zehna. Sie zog es nach Mecklenburg, weil ein Freund ihr viel vorgeschwärmt hatte. Da sie im Leben aber auch viel herumgereist war und sie etwas Festes wollte, kaufte sie ein Haus. Seitdem lebt sie hier. Beruflich war Anett Wendt immer selbstständig: Sie hatte eine Bäckerei, eine Tankstelle und vor 13 Jahren ließ sie sich einen Imbisswagen bauen.

Mit dem tourte sie herum, meist zu Konzerten. Vor zehn Jahren ließ sie sich mit dem Wagen in Güstrow nieder und war neun Jahre am Agrarshop. Jetzt ist sie auf dem Gelände des Obstbaubetriebes von Frank Fetkenheuer in der Schwaaner Straße. Dort ist sie wochentags für ihre Kunden da. Am Wochenende jedoch vertauscht sie die Bratpfanne mit der Bühne, auf der „ihre“ Jungs stehen, um Dire-Straits- und Mark-Knopfler-Hits zu singen.


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