Theater Güstrow : Von Antigone bis Karl Dall

Cornelia Ritter, Kersten Klevenow und Steffen Goitsche (v. l.) haben die letzten Korrekturen ausgeführt. Nun kann das Theaterprogramm für September bis Dezember in die Druckerei.
Cornelia Ritter, Kersten Klevenow und Steffen Goitsche (v. l.) haben die letzten Korrekturen ausgeführt. Nun kann das Theaterprogramm für September bis Dezember in die Druckerei.

Programm des Güstrower Ernst-Barlach-Theaters für Monate September bis Dezember steht fest

svz.de von
22. Juli 2015, 06:00 Uhr

Aufatmen bei Kersten Klevenow und ihrem Team des Güstrower Ernst-Barlach-Theaters. Rechtzeitig vor Urlaubsbeginn ist das Programmheft für die Monate September bis Dezember zusammengestellt, korrigiert und zum Druck freigegeben. „Damit sind alle Voraussetzungen geschaffen, dass die neue Spielzeit am 11. September mit dem ersten Konzert der Neubrandenburger Philharmonie beginnen kann“, freut sich Theaterdirektorin Klevenow.

Wieder hat sie ein Programm organisiert, das Angebote unterschiedlicher Genres enthält und sich an ein Publikum aller Altersgruppen wendet. Die Vorteile, die ein Theater ohne eigenes künstlerisches Ensemble bietet, wie es das Güstrower Schauspielhaus ja seit über 50 Jahren ist, schöpft die Leiterin dabei voll aus. „Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet uns mit unserem Kooperationspartner, der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz, sowie den Theatern in Rostock und Parchim und der niederdeutschen Fritz-Reuter-Bühne. Dazu verpflichten wir freie Theatergruppen und Ensembles sowie bekannte Künstler“, umreißt Klevenow die Partner, mit denen Monat für Monat ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt wird. Vor allem die freien Gruppen seien dabei ein riesiger Markt, der einem ständigen Wandel unterzogen sei.

Die Standardfrage nach Höhepunkten in den kommenden vier Theatermonaten quittiert die Theaterleiterin mit einem Lächeln. „Wir bemühen uns, jede Vorstellung für die Besucher zu einem Höhepunkt werden zu lassen“, versichert sie, nennt aber dann doch einige prominente Namen, an denen „Highlights“ oft festgemacht werden. So gastieren im September der Kabarettist Ingo Oschmann und die Liedermacherin Katja Ebstein in Güstrow. Im Oktober stehen ein Gastspiel mit Karl Dall und eine große Johann-Strauß-Gala auf dem Theaterspielplan. Der November beginnt mit einer musikalischen Plauderei zwischen Michael Hansen und Klaus-Jürgen Schlettwein und setzt sich fort mit einem Gastspiel von Ray Wilson, dem Nachfolger von Lead-Sänger Phil Collins in der Band Genesis. Im Barlachtheater stellt der schottische Sänger die bekanntesten Hits der Gruppe vor. Im Dezember treten unter dem Markenzeichen „Jazz – Lyrik – Prosa“ Künstler wie Annekathrin Bürger, Uschi Brüning und Ernst-Ludwig „Luten“ Petrowsky auf. Im Weihnachtsmonat stehen auch wieder Gastspiele des russischen Nationalballetts auf dem Spielplan, wobei sich das weltberühmte Ensemble bei seiner „Nussknacker“-Aufführung wieder mit Schülern der Tanzabteilung der Kreismusikschule Güstrow verstärkt. Vorweihnachtszeit ist auch immer Märchenzeit, wobei sich das jüngste Publikum dieses Mal auf „Schneeweißchen und Rosenrot“ sowie „Rotkäppchen“ freuen kann.

Ein besonderes Augenmerk legt Theaterleiterin Klevenow auf Angebote für Schüler. So stehen neben den traditionellen Aufführungen des englischsprachigen White Horse Theatre und dem Schulkonzert der Neubrandenburger Philharmonie Stücke auf dem Spielplan, deren Themen Jugendliche zu tangieren beginnen. Dabei geht es in „Alles blau“ des Volkstheaters Rostock um Drogen- und in „Bis ans Limit“ des Parchimer Theaters um Alkoholmissbrauch. In seiner bemerkenswerten Inszenierung hat das Junge Schauspiel-Ensemble München das „Antigone“-Drama des Sophokles in die Gegenwart geholt. Am 2. November steht dieses Stück auf dem Plan.  


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