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Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 04:10 Uhr

NUP Güstrow : Vom Umweltpark zum Wildpark

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Natur- und Umweltpark stellt sich komplett neu auf und gibt sich neuen Namen / Großprojekt „Gigantum“ läuft auf vollen Touren

von
erstellt am 13.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Neues Logo, neues Design und neuer Slogan: „Wildpark-MV.de – Ein tierisch wildes Abenteuer“. Der Natur- und Umweltpark Güstrow (Nup) geht in der Außenwirkung, aber auch in der inhaltlichen Ausgestaltung des Parks komplett neue Wege. Allen voran der neue Name: „Wildpark MV“. „Mit dieser Bezeichnung kann jeder etwas anfangen. Der Charakter des Parks ist mit einem Wort beschrieben. Heimische Tiere in natürlicher Umgebung“, sagt Nup-Chef Klaus Tuscher. Zudem gebe es bisher keinen weiteren Wildpark in Mecklenburg-Vorpommern. Tuscher erhofft sich damit einen besseren Wiedererkennungswert für den Güstrower Park. „Der Fokus unserer neuen Werbekampagne liegt auf Wildnis und Tieren. Damit wollen wir direkter an die Besucher rankommen.“

Von diesen Besuchern strömen jährlich rund 150 000 In den Park. Der Güstrower Natur- und Umweltpark gehört in MV zu den touristischen Höhepunkten. „Doch viele konnten mit dem bisherigen Namen nichts anfangen“, sagt Tuscher. „Manche haben sogar einen umwelttechnischen Bereich dahinter vermutet. In Zeiten der Reizüberflutung muss man schnell auf den Punkt kommen. Um nicht in der Masse der touristischen Angebote zu versinken, ist ein neues Marketing notwendig“, begründet er die Namens- und Imageveränderung.

Damit korrespondiert auch das gerade laufende Großprojekt „Gigantum“, die Neuausrichtung und Erweiterung des Wildparks. Dazu gehört nicht nur ein kombinierter Rad- und Wanderweg durch die gesamte Anlage, sondern auch die Gläserne Fischtreppe direkt am Eingang, deren Fertigstellung in den letzten Zügen liegt. „In ca. zwei Wochen sollen hier die Fische rein, sämtliche heimischen Raubfischarten“, erläutert Tuscher.

Die Wolfsanlage ist mittlerweile zudem auf drei Hektar angewachsen. Neu: ein Wolfskontaktzentrum mit einer Fallenstellerhütte. Mitten in der Raubtier-WG entstehen neue begehbare Brücken, Tunnel und Gänge im Wolfsgehege. Stolz ist Tuscher auch auf die neue Großflugvolière für Seeadler: 50 Meter lang, 30 Meter breit und zehn Meter hoch. Hier wird demnächst erstmals ein Seeadler-Pärchen einziehen. Weiterhin Bestandteil von „Gigantum“ ist ein Wildreservat in den Waldwelten des Parks, ein großes Tiergehege, in das u.a. die Auerochsen einziehen sollen.

Mit der neuen Werbekampagne und der Erweiterung des Parks hofft Tuscher auf noch mehr Besucher. „Zusätzliche Parkplätze sind deshalb dringend erforderlich“, sagt er. In den Sommermonaten stoße man bereits jetzt mit den vorhandenen 350 Plätzen an die Kapazitätsgrenze. Er setzt auf die Verdoppelung der Parkfläche. Noch einmal 350 Stellplätze sollen auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik gegenüber dem jetzigen Parkplatz entstehen. Verhandlungen dazu würden bereits laufen, so Tuscher. „Dann steht einem tierisch wilden Abenteuer im Wildpark MV nichts mehr im Wege“, ist er überzeugt.

 

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