Neu eröffnet : Vom Kinderheim zum Jagdschloss

Brigitte Feine und Peter Rennfort haben das alte Lalendorfer Gutshaus, das jetzt Jagdschloss heißt, sowie den Garten komplett renoviert und betreiben hier jetzt eine Jagdschule sowie ein Restaurant mit Wildspezialitäten.  Fotos: Jens Griesbach
1 von 2
Brigitte Feine und Peter Rennfort haben das alte Lalendorfer Gutshaus, das jetzt Jagdschloss heißt, sowie den Garten komplett renoviert und betreiben hier jetzt eine Jagdschule sowie ein Restaurant mit Wildspezialitäten. Fotos: Jens Griesbach

Altes Gutshaus in Lalendorf komplett umgestaltet / Ausbildung für angehende Jäger / Sonnabend Eröffnung und Tag der offenen Tür

von
27. Juli 2015, 06:00 Uhr

Rittergut, Schule, Wohnhaus für die LPG, Kinderheim und zuletzt jahrelanger Leerstand – Das Lalendorfer Gutshaus hat bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Doch jetzt scheint der End- und gleichzeitig Höhepunkt dieser Geschichte erreicht. Zum Abschluss umfangreicher Renovierungsarbeiten eröffneten Brigitte Feine und ihr Lebensgefährte Peter Rennfort am Sonnabend das Jagdschloss Lalendorf mit integrierter Jagdschule in dem alten Gemäuer. Für Brigitte Feine ist es zudem eine Heimkehr. Sie ging in den 1960er-Jahren in diesem Gutshaus zur Schule.


Lehrpfad im neuen Schlossgarten


Im Januar kam das Paar nach Lalendorf und begann mit der Komplettsanierung. „Es war einiges morsch und unglaublich viel Arbeit“, sagt Peter Rennfort. Auch der Garten erhielt ein komplett neues Gesicht. „Wir haben mehr als 1000 Büsche und Bäume gepflanzt. Alle deutschen Baumarten sind jetzt da. So dient der Garten gleichzeitig als Lehrpfad für unsere Jagdschüler.“ Rund 800 000 Euro investierte das Paar nach eigenen Angaben in die Renovierung. Entstanden ist ein Beherbergungs- und Gaststättenbetrieb mit Jagdschule. Hier werden zukünftig angehende Jäger vor allem aus Deutschland, aber auch der ganzen Welt in 15-tägigen Kompaktkursen bis zum Jagdschein gebracht.

Es gibt zwölf Zimmer und ein öffentliches Restaurant mit Wildspezialitäten aus der Region. Rennfort kocht selbst. Er hat auch ein Wild-Kochbuch verfasst. Brigitte Feine und er sind beide begeisterte Jäger. Davon zeugen die zahlreichen Jagdtrophäen im neuen Jagdschloss. Nicht nur heimische, sondern auch exotische Tiere sind vertreten. „Wir haben beide bereits in der ganzen Welt gejagt“, sagt Brigitte Feine, die aus Lalendorf stammt und im Gutshaus zur Schule ging. Mit Rennfort betrieb sie bereits in den 1990er-Jahren eine Jagdschule in Serrahn und zuletzt in Neu Gaarz bei Waren. Anfang des Jahres erfolgte der Umzug nach Lalendorf. „Wir sind glücklich, dass der Umbau endlich abgeschlossen ist und freuen uns auf eine gute Nachbarschaft in der Gemeinde“, sagt sie.

Beim Tag der offenen Tür zur Eröffnung am Sonnabend schauten sich viele Lalendorfer „ihr“ Gutshaus an. Darunter auch Bürgermeister Reinhard Knaack. „Ein gutes Konzept. Ich würde mich freuen, wenn es erfolgreich ist“, so der Bürgermeister. Das Lalendorfer Schloss sei dem Verfall preisgegeben gewesen. Er freut sich deshalb, dass ein weiteres altes Gebäude in seiner Gemeinde saniert wurde, so wie zurzeit auch das Schloss Vietgest.

Der Bedarf für solche Jagdschulen ist laut Peter Rennfort, der aus Westfalen stammt, groß. „Es gibt einfach zu viel Wild“, sagt er. „Die Wildschäden sind sehr hoch.“ Gejagt wird von den Jagdschülern und auch Jagdtouristen in den Revieren Kuchelmiß und Nebeltal. „Das Nebeltal ist eines der schönsten Reviere Deutschlands. Es gibt eine große Artenvielfalt. Das bietet sich für unsere Jagdschüler geradezu an.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen