Plakatwettbewerb : Vom Genuss zur Sucht

Güstrower Schüler schnitten bei Plakatwettbewerb des Landkreises sehr gut ab / Wanderausstellung geplant

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25. November 2014, 23:30 Uhr

Für die Schüler, die gestern in Schwaan zur Preisverleihung eingeladen waren, hat sich die Teilnahme am Plakatwettbewerb „Auf dem Weg vom Genuss zur Sucht“ in jedem Fall gelohnt. Sie hatten einen der ersten sechs Plätze belegt und Landrat Sebastian Constien persönlich überreichte die Urkunde. Auf den ersten Rang der Gruppen-Auswertung kamen Svea Schulz (13) und Sina Kowalzik (12), bei den Einzelarbeiten hatte Hannes Kuntermann (12) die Nase vorn. Alle kommen aus Güstrow.

Ausgelobt hatte den Wettbewerb das Gesundheitsamt des Landkreises. „Wir wollten mehr über die Sichtweise der Jugendlichen zum Thema Sucht in Erfahrung bringen“, erklärt die Koordinatorin für Gesundheitsförderung und Prävention Maria Havemann. Etwa 300 Schüler hatten zuvor den „KlarSicht-Parcours“, einen Mitmach-Parcours zu Tabak und Alkohol von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, an zwei Standorten im Landkreis durchlaufen. Danach entstanden die Arbeiten in Schulen. Aus knapp 40 Plakaten, die eingegangen waren, wurden die besten zwölf ausgewählt. „Diese können im kommenden Jahr als Wanderausstellung in den Regionen unseres Landkreises unterwegs sein“, kündigt Maria Havemann an.

Viele Schüler, die im vergangenen Schuljahr, als sie dir Plakate gestalteten, noch die Güstrower Inselseeschule besuchten, haben deutlich Süchte dargestellt. „Unsere Idee entstand gleich in der ersten Stunde“, sagt Sina Kowalzik, die mit Svea Schulz das unkontrollierte Essen aufs Korn genommen hat. Auch Hannes Kuntermann musste nicht lange überlegen. „So viele sind ständig mit ihrem Handy beschäftigt, doch dadurch vergisst man so vieles, was noch zu tun ist“, erklärt der Zwölfjährige. „Es wäre gut, wenn jeder den Stecker auch mal ziehen könnte“, formuliert er und gesteht, dass auch er sich darum bemühen muss.

Die zwölf ausgewählten Arbeiten werden nun als Ausstellung von Schülern für Schüler gezeigt. Sie macht auf Süchte aufmerksam. Das sind nicht nur Alkohol und Zigaretten, sondern auch die modernen Medien, die von jungen Menschen Besitz ergreifen. Präventionsarbeit war und ist notwendig. Auch die Arbeiten, die nicht prämiert wurden, sollen für die Präventionsarbeit genutzt werden.


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