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Nachfolge : Vom einstigen Lehrling zum neuen Werkstattbesitzer

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Roberto Kiel hat die alte Kfz-Werkstatt von Werner Duwe in der Güstrower Lindenstraße übernommen.

von
erstellt am 27.Sep.2016 | 05:00 Uhr

„Ich mache bis ich 65 Jahre bin, mach Dir ’nen Kopf“, hatte Werner Duwe schon länger zu Roberto Kiel gesagt. Und der machte sich einen Kopf, schaffte seinen Kfz-Meister und hat in diesem Jahr die freie Kfz-Werkstatt von Werner Duwe in der Güstrower Lindenstraße übernommen. Somit konnte Duwe beruhigt in den Ruhestand gehen. Roberto Kiel aus Groß Schwiesow war sein Wunschkandidat für die Nachfolge der alteingessesenen Güstrower Werkstatt. Schließlich hatte der heute 41-Jährige 1991 hier bei Duwe gelernt. „Und seitdem habe ich immer hier gearbeitet“, ergänzt Roberto Kiel.

Jetzt ist Roberto Kiel also sein eigener Chef. Gemeinsam mit dem Gesellen Maik Heinrich schmeißt er die kleine Werkstatt mitten in Güstrow. „Ich schaffe jetzt keinen Acht-Stunden-Tag in der Werkstatt mehr, weil der ganze Bürokram dazukommt“, sagt Kiel. „Also sind wird eigentlich nur eineinhalb Leute.“ Deshalb will der neue Werkstattinhaber spätestens im nächsten Jahr einen weiteren Mitarbeiter einstellen. Langfristig plant Kiel zudem, sich auch einen Azubi zu holen.

Den alten Werkstatt-Namen hat Kiel beibehalten. Die Kunden kommen weiter zur „Kfz-Werkstatt Werner Duwe“. „Das ist für die Kunden und das ganze Umfeld einfacher“, findet Kiel. Werner Duwe habe sich über viele Jahre in Güstrow einen Namen erarbeitet. Darauf baue er auf. „Mit einem neuen Namen hätte ich ganz von vorne anfangen müssen“, sagt Kiel. Es sei ein großer Vorteil, dass er sämtliche Stammkunden von Duwe übernommen habe. „Ich musste nicht warten und betteln, dass jemand kommt. Wir haben einen nahtlosen Übergang hingekriegt“, ist Kiel froh.

Doch Werner Duwe, der in Klein Schwiesow in unmittelbarer Nachbarschaft von Roberto Kiel lebt, ist nicht aus der Welt. „Er kommt zwei- bis dreimal die Woche vorbei, um ,Guten Tag’ zu sagen“, erzählt Kiel. Zudem wendet sich der 41-Jährige gerne an seinen alten Chef, wenn es Probleme gibt. „Er kennt ja Gott und die Welt.“

 

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