Mittsommernachtslauf Krakow am See : Volkslauf verändert Stellenwert

Lutz Krämer (l.) und Frank Eilrich organisieren mit vielen fleißigen Helfern den 9. Mittsommernachtslauf in Krakow am See. Im Hintergrund ist der Aussichtsturm, ein Wahrzeichen des Luftkurortes, zu sehen.
Lutz Krämer (l.) und Frank Eilrich organisieren mit vielen fleißigen Helfern den 9. Mittsommernachtslauf in Krakow am See. Im Hintergrund ist der Aussichtsturm, ein Wahrzeichen des Luftkurortes, zu sehen.

Am kommenden Sonnabend, 18. Juni, findet in Krakow am See die neunte Auflage des Mittsommernachtslauf statt

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14. Juni 2016, 05:00 Uhr

Am kommenden Sonnabend, 18. Juni, findet in Krakow am See die neunte Auflage des Mittsommernachtslauf statt. Und die Organisatoren können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Nach einem Dreivierteljahr Vorbereitungszeit sind nahezu alle Hausaufgaben erledigt, die zu solch einer Veranstaltung dazugehören. „Das funktioniert aber nur, weil fast alle Vereine in Krakow am See und aus der Umgebung an einem Strang ziehen. Wir koordinieren nur“, sagen Frank Eilrich und Lutz Krämer vom Organisationsbüro.

Sie sind die ersten Ansprechpartner für diejenigen, die sich am Mittsommernachtslauf beteiligen wollen. Und glücklicherweise fällt die Hilfsbereitschaft groß aus. Neben den Freiwilligen Feuerwehren aus Krakow am See, Charlottenthal und Kuchelmiß stehen auch der Rudersportverein (RSV), Sportverein (SV) und der Angelverein Krakow am See sowie die Volkssolidarität den Organisatoren zur Seiten und ermöglichen dieses Lauf. Am Ende kommen etwa 70 Helfer zusammen. Doch nur allein mit Muskelkraft ist diese Veranstaltung der Stadt Krakow am See nicht zu stemmen. Der Mittsommernachtslauf ist auch auf finanzielle Hilfe angewiesen. „Es herrscht eine große Spendenbereitschaft von Firmen aus der Region, die auch alle auf unserer Internetseite (mittsommernachtslauf.com – Anm. d. Red.) erwähnt werden. Ohne sie würde der Mittsmmernachtslauf nicht stattfinden können“, macht Lutz Krämer deutlich. Aktuell sind Geld- und Sachspenden in Höhe von 6000 Euro eingegangen. „Das ist eine gute Basis. Dazu kommen noch die Startgelder“, sagt Frank Eilrich.

Für den Hauptlauf über 30 Kilometer wird am Wettkampftag eine Gebühr von 25 Euro fällig, die Anmeldefrist im Vorfeld ist bereits abgelaufen. „Wir haben uns an den Preisen vergleichbarer Veranstaltungen orientiert und darauf geachtet, dass sie für uns erschwinglich erscheinen“, sagt Eilrich. Die Resonanz der Läufer gibt dem Organisationsteam scheinbar Recht, denn wie im kommenden Jahr rechnen die Veranstalter mit etwa 200 Teilnehmern auf den vier verschiedenen Distanzen. So stehen der 5x500 Meter-Staffellauf, 5-Kilometer-, 10-Kilometer oder 30-Kilometerlauf zur Auswahl. Insgeheim hoffen die Veranstalter, dass die 200-Teilnehmer-Marke in diesem Jahr geknackt wird. „Die Teilnehmerzahl wird größer, ohne dass wir uns zu weit aus dem Fenster lehnen wollen“, sagt Frank Eilrich. Im vergangenen Jahr gaben sich 196 Läufer die Ehre.

Bereits für dieses Jahr wurde der Wunsch geäußert, eine Nordic-Walking-Strecke mit aufzunehmen, aber das konnten die Organisatoren noch nicht realisieren. „Im nächsten Jahr werden wir diese aber definitiv mit reinnehmen. Es ist schön, dass man eine Reflektion aus der Region bekommt. Die Idee, den Mittsommernachtslauf zum Volkslauf zu machen, hat sich etabliert. Dadurch bekommt die Veranstaltung einen anderen Stellenwert, vor allem in der Region“, sagen Lutz Krämer und Frank Eilrich. So sei es dem Veranstalter gelungen, auch den Nachwuchs immer mehr mit ins Boot zu holen. „Es ist zu erkennen, dass sich mehr Jugendmannschaften für den Staffellauf melden“, sagt Eilrich.

Die absolute Herkulesaufgabe des neunten Mittsommernachtslauf stellt nach wie vor der 30-Kilometerlauf da. Um die Teilnehmer dort bestmöglich zu betreuen, wird es sieben Versorgungspunkte entlang der Strecke rund um den Krakower See und den Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide geben. Neben den Vereinen wirkt an dieser Stelle auch die Forellenzucht Wuttge aus Dobbin mit. Der Start für den Hauptlauf ist um 18 Uhr vor dem Dampferanleger. In diesem Jahr sind die Startzeiten etwas kompakter. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich das sonst so in die Länge zieht“, sagt Eilrich. Eine weitere Erkenntnis aus dem vergangenen Jahr ist es, das Meldebüro und die Parkmöglichkeiten auf das Gelände des RSV und Angelverein in die Goetheallee 3 zu verlegen, denn dort gab es zuletzt auch einige Probleme, die damit behoben werden sollen. Doch von diesen ganzen Lernprozessen profitiert der Krakower Mittsommernachtslauf und somit auch die Teilnehmer, die hoffentlich in Scharen kommen. „Dann haben wir alles richtig gemacht“, sagten Frank Eilrich und Lutz Krämer.

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