Malergruppe in Güstrow : Vierteiliges Luther-Gemälde entsteht am Inselsee

In geruhsamer Atmosphäre am Inselsee können Andrea Nörenberg, Maibritt Wendig, Brigitte Sommerfeld und Angela Wähnert (v.l.) ihre Kreativität frei ausleben.
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In geruhsamer Atmosphäre am Inselsee können Andrea Nörenberg, Maibritt Wendig, Brigitte Sommerfeld und Angela Wähnert (v.l.) ihre Kreativität frei ausleben.

Die Malergruppe um Maibritt Wendig findet viele Inspirationen für ihre Kunst am Inselsee

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07. September 2017, 12:00 Uhr

Die malerische Natur am Güstrower Inselsee ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Dass die Ruhe und Harmonie des Sees auch inspirieren kann, beweist die Künstlerin Maibritt Wendig. Zusammen mit der Konditoreimeisterin Andrea Nörenberg und der Bürokauffrau Angela Nörenberg kommt die 52-Jährige bereits seit 16 Jahren zum idyllischen See und wohnt für ein paar Tage in einem Bootshaus direkt auf dem Wasser. Dieses hatten die Damen damals durch Zufall entdeckt. ,,Wir haben nach einer Unterkunft in MV gesucht, die kein Personal beinhaltet. Die Selbstständigkeit gefällt uns“, erklärt Maibritt Wendig.

In dieser Woche entsteht gerade unter der Pinselführung der Künstlerin ein vierteiliges Gemälde von Martin Luther. Das ganze Projekt steht unter dem Motto „Zeitreise in die Reformation“. Träger ist der Verein „Kunst-Wasser-Werk“ und auch die „Aktion Mensch“ stellt Fördermittel bereit. Der Anlass ist klar. Dieses Jahr am 31. Oktober jährt sich der berühmte Thesenanschlag von Martin Luther am Hauptportal der Schlosskirche in Wittenburg zum 500. Mal.

„Bei meinen Bildern lasse ich mich als Getaufte besonders vom Wasser inspirieren“, sagt Maibritt Wendig. „Dabei male ich die vier Bilder nicht nacheinander, sondern gleichzeitig, um denselben Farbton für alle Teilbilder zu verwenden“. Eine große Identifikationsfigur von Maibritt Wendig ist auch der deutsche Maler Lucas Cranach. „Er druckte unter anderem Luthers Thesen und seine Bibelübersetzung ab und porträtierte ihn.“

So tut es auch die Künstlerin. Doch darüber hinaus engagiert sie sich auch für Schüler und Flüchtlinge. Diesen erzählt sie regelmäßig die Geschichte Martin Luthers. Dabei zeigt sie den Kindern eine Reihe von selbstgebastelten Figuren, die die wichtigsten Personen rund um die Reformation repräsentieren. Anschließend fertigen die Heranwachsenden dann eigene Zeichnungen von Martin Luther an. „Die Kinder sind immer sehr begeistert von der, für sie recht unbekannten Geschichte. Den Weihnachtsmann kennen sie, Martin Luther weniger.“ Anlässlich des Jubiläums hat sie sich zum Ziel gesetzt, 500 Luther-Porträts zu sammeln. Diese sind generations- und konfessionsübergreifend gezeichnet. „Gemeinsames Malen verbindet eben und schafft eine Vertrauensbasis“, erzählt sie.

Wer möchte, kann sich der Malergruppe noch anschließen. Heute und morgen kann jeder vorbei kommen und sich die Werke anschauen. Zudem kann man sich auch selbst vom See inspirieren lassen.

Lennart Stahlberg

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