amt krakow am see : Vier Bürgermeister – sechs Kandidaten

wilfried baldermann
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Amt Krakow am See: Wilfried Baldermann , Reinhard Knaack und Peter Hildebrandt treten wieder an / Neu sind: Berthold Riech, Birgit Kaspar und Heinrich-Dieter Görtz

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28. März 2014, 06:00 Uhr

Im Amt Krakow am See ist die Kandidatur für die Bürgermeisterposten übersichtlich. In Dobbin-Linstow tritt als einziger Kandidat Wilfried Baldermann für die CDU an. „In meiner Partei wollte es keiner weiter machen, aber alle meinten, dass meine Kondition und Konstitution noch ausreicht“, sagt der 71-Jährige, der seit 20 Jahren den Posten bekleidet. Baldermann möchte aber vor allen Dingen noch einiges weiter auf die Reihe bringen: drei Bodenordnungsverfahren beenden und den 2. Abschnitt der Nebel-Renaturierung.

Alleiniger Kandidat ist auch Reinhard Knaack in Lalendorf, der für die Linken seit 20 Jahren Bürgermeister ist. Knaack gibt zu, dass er „nicht loslassen kann“ und auch „die Familie ein bisschen anderer Meinung war“ als sie seine Entscheidung hörte. Der 64-Jährige blickt mit der Gemeindevertretung auf eine gute Arbeit zurück und möchte die Entwicklung weiter begleiten. Vor allem die Fusion mit Langhagen. „Das habe ich mit initiiert und jetzt möchte ich sehen wie sich das zusammen schmieden lässt“, sagt Knaack.

In Hoppenrade wollen auf Dieter Maßmann nach 15 Jahren Birgit Kaspar (SV Hoppenrade) oder Heinrich-Dieter Görtz (CDU) folgen. Birgit Kaspar (53), Lehrerin am John-Brinckman-Gymnasium, traut sich in der verschuldeten Gemeinde zu, den Spagat zwischen Pflicht und Kür zu schaffen (wir berichteten).

Heinrich-Dieter Görtz will das hohe Minus im Haushalt legalisieren, die Lücken im Radweg an der B 103 nach Güstrow und Krakow am See schließen und junge Leute ins Dorf holen. Er lebt seit 1965 in Hoppenrade. Von Beruf ist er Ingenieur, war im Kreisbetrieb für Landtechnik Karow und nach der Wende im öffentlichen Dienst tätig. Einige Jahre war Görtz Kreistagsmitglied.

Der Amtsinhaber in Kuchelmiß, Peter Hildebrandt, tritt als Einzelbewerber an und möchte das Geschaffene als Bürgermeister vervollständigen. Der 53-jährige private Elektromeister sieht seine Aufgaben in der Verbesserung der Infrastruktur und in der weiteren Bodenneuordnung. Auf dem Wassermühlen-Gelände wird er für den Bau eines Räucher- und Backhauses sorgen.

Sein Kontrahent wird Berthold Riech sein, Freie Wähler Kuchelmiß. Der 47-Jährige war auch schon vor fünf Jahren ein Kandidat. Als gelernter Landwirt ist er als Berater und Kundenbetreuer für ein Agrarhandelsunternehmen in ganz Ostdeutschland tätig. Riech will ein Bürgermeister für alle Bürger sein, auch für die, die ihn nicht wählen. Die Gemeinde will er finanziell so aufstellen, dass sie freiwillige Leistungen realisieren kann, z.B. auf dem Dorfplatz ein WC bauen. Und für ihn ganz wichtig: „Auch in 50 und 100 soll die Gemeinde noch selbstständig sein.“

Wenn in den Gemeinden des Amtes Güstrow-Land die Parteizugehörigkeit bei Kandidaten für die Kommunalwahlen im Vergleich zu Wählergemeinschaften oder Einzelbewerbern so gut wie gar keine Rolle spielt, hält sich das im Amt Krakow am See zumindest die Waage. So tauchen die etablierten Parteien – CDU, Die Linke, FDP, SPD – in allen vier Gemeinden auf.

Auch genügend Kandidaten – nicht so wie im Amt Laage – sind da. Einzig Dobbin-Linstow fällt ein bisschen aus der Rolle. Dort bewerben sich laut Wahlleiterin Heidrun Fügert für die neun Sitze elf Kandidaten. Neun treten für die CDU und einer für die SPD an. Außerdem gibt es einen Einzelbewerber.

In Hoppenrade werden ebenfalls neun Mandate vergeben. Um die bemühen sich 18 Kandidaten. Zwei „Parteien“ stehen sich gegenüber: die CDU mit neun Kandidaten und der Sportverein Hoppenrade (wir berichteten) ebenfalls mit neun Kandidaten.

In Kuchelmiß sind es 22 Kandidaten, die die neun Plätze in der Gemeindevertretung einnehmen wollen. Drei hat die CDU nominiert, sechs die Freien Wähler Kuchelmiß sowie je fünf Kandidaten die Wählergemeinschaft Feuerwehr Kuchelmiß und die Wählergemeinschaft Kuchelmiß. Drei „Ausreißer“ für eine Gemeindevertretung stellt die AUF, die Partei für Arbeit, Umwelt und Familie – Christen für Deutschland.

In der Gemeinde Lalendorf werden 15 Gemeindevertreter gesucht, denn mit den Kommunalwahlen am 25. Mai erfolgt die Fusion mit der Gemeinde Langhagen zur Großgemeinde Lalendorf. 26 Kandidaten gibt es: neun CDU, fünf Die Linke, einer FDP, fünf Wählergemeinschaft Feuerwehr, vier Wählergemeinschaft Langhagen und zwei Einzelbewerber.


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