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Tag der offenen Töpferei : Vielfalt in Form und Farbe

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Keramiker laden am Wochenende in ihre Werkstätten und Ateliers ein.

von
erstellt am 09.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Keramiker laden am Wochenende dazu ein, ihre Töpfereien, Keramikwerkstätten, Studios und Ateliers zu besuchen. Die Vielfalt des Töpferhandwerks und der Keramikkunst ist schon allein im Landkreis Rostock schier unerschöpflich. Das, so erzählen Rundreisende an diesem Märzwochenende immer wieder, macht den Reiz dieser Veranstaltung aus.


Neue Glasuren, Formen und Farben


In der Töpferei der Geschwister Ulrike und Sven Beseler in Hinzenhagen ist alles vorbereitet. Die Spannung steigt. Gestern wurde gebrannt. Am Freitag kann der Ofen geöffnet werden. „Ich habe in paar neue Glasuren, Formen und Farben ausprobiert“, erzählt Ulrike Beseler und fügt hinzu: „Nach der langen Winterpause freuen wir uns auf das Wochenende.“ Zum 12. Mal öffnen die Keramiker bundesweit ihre Werkstätten. Beselers waren von Anfang an dabei. „Erst waren wir skeptisch“, gesteht Ulrike Beseler. Dann habe man bemerkt, dass der März für Ausflüge in die Töpfereien und in die Natur doch gut gewählt ist. Den Beselers kann man am Wochenende auch über die Schulter schauen, sehen wie sie arbeiten. Selbstverständlich könne man bei Kaffee und Kuchen verweilen und plaudern. Aufmerksam macht Ulrike Beseler noch auf ihre verrückten kleine Hasen – Hingucker auf einem österlich gedeckten Tisch. Sie arbeite auch an einer neuen Kollektion von Gartenkugeln mit Malerei, die sie aber wohl erst Pfingsten vorstellen wird.


Ein Skizzenbuch voller Ideen


Werkstatt und Verkaufsraum stehen am Wochenende bei Armin Rieger in Bergfeld offen. „Es gibt einige neue Sachen – sehr schöne – zu sehen“, sagt der Keramiker und denkt dabei u.a. an Geschirr mit Kranichmotiven. Vergangenen Sommer habe er damit angefangen. „Mein Skizzenbuch ist voller Ideen, nur zehn Prozent davon werden wirklich umgesetzt“, gesteht Rieger. Bei Interesse werde er sich auch an die Töpferscheibe setzen. Einiges sei noch bis zum Wochenende zu tun. Böse Zungen würden behaupten, dass es die Tage der offenen Töpferei nur gebe, damit die Töpfer mal gezwungen seien, ihre Werkstätten aufzuräumen. „Ich kenne aber Kollegen, bei denen ist immer aufgeräumt“, sagt Rieger. Auf ihn treffe das weniger zu. Er werde nicht allzu viel an dem Wochenende veranstalten. Kaffee und Kuchen hätten andere im Angebot. In zwei Jahren könnte das anders werden, dann ist der Keramiker 40 Jahre in Bergfeld. Dazu will er sich dann doch etwas mehr einfallen lassen, verrät er schon mal.


Gute Gespräche bei Kaffee oder Tee


Von Winterschlaf, der nun beendet werde, könne keine Rede sein, meinen Susanne und Jörg Mücket in Groß Breesen. „Geschlafen haben wir nicht, sondern emsig getöpfert, geschmuckt und porzellant“, verspricht Jörg Mücket. Gefäße und Geschmeide würden zum Betrachten und Bestaunen einladen. Die Mückets versprechen Altbewährtes und Neues. Kurz vor Ostern würden auch schon mal ein paar Porzellaneier bereit liegen. Sie freuen sich auf viele alte Bekannte und neue Besucher in ihrem Atelier. Das Gespräch bei Kaffee und Kuchen sei ihnen wichtig.

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