Theater im April : Vielfalt auf der Theaterbühne

„Eins, zwei, drei… und raus bist du“ heißt es mit der Tanzkompanie am 25. April  Fotos: veranstalter
„Eins, zwei, drei… und raus bist du“ heißt es mit der Tanzkompanie am 25. April Fotos: veranstalter

Im April im Güstrower Ernst-Barlach-Theater

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01. April 2015, 06:00 Uhr

Mit acht Veranstaltungen wartet das Ernst-Barlach-Theater im April auf. Das Spektrum reicht vom Kabarett über niederdeutsches Schauspiel zur Diashow, von Klassik über Pop zum Kindermärchen und mehr.

Am Freitag, dem 10. April, gibt es ab 19.30 Uhr einen Kabarettabend mit Reiner Kröhnert. In „Mutti reloaded“ wird – der Titel verrät es schon – die große Politik auf die Schippe genommen. Alle bissen sich bislang am „System Mutti“ die Zähne aus – die politische Konkurrenz, die Verbündeten, die Journaille, das Kabarett. Reiner Kröhnert braucht an diesem Abend nur ein einziges Requisit, wenn er als „Angie“ um die Ecke kommt: die Kanzlerin-Perücke. Unter dunkelblonder Biederkeit grinst es ganz leutselig, und dann rollen verbal die Köpfe der männlichen Widersacher…

Plattdeutsch wird es am Sonnabend, dem 11. April, ab 19.30 Uhr. „Tauierst kümmt de Familie“ heißt es in einer Komödie von Joe DiPietro, Niederdeutsch von Ulrike Stern und aufgeführt von der Fritz-Reuter-Bühne Schwerin. „Dat is all komisch, woran ein sick erinnert, wenn ein öller ward, Nick. Äwer so kriggt’n rut, wat in‘t Läben wichtig is: de Saken, de di in‘t Gedächtnis blieben.“ Eigentlich ist Nick zu beneiden. Er ist 29 Jahre alt und wird von seinen beiden Großeltern-Paaren nach Strich und Faden verwöhnt. Diese sind vor vielen Jahren von Mecklenburg nach Amerika ausgewandert, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Aber so einfach, wie das klingt, ist das natürlich nicht… Dem Autor ist mit dieser sehr menschenfreundlichen Komödie ein kleines Meisterwerk der Unterhaltung gelungen. Die schnellen pointierten Dialoge charakterisieren die Figuren sehr liebenswert und genau, so dass das Stück sechs Traumrollen bieten kann.

4700 Kilometer radelte der Braunschweiger Reisejournalist Reinhard Pantke – von Braunschweig zum Nordkap. Am Donnerstag, 16. April, zeigt er ab 19.30 Uhr die beeindruckendsten Bilder in einer Diashow mit kurzen Filmsequenzen. Zusätzlich bekommt der Zuschauer viele wertvolle Tipps und Informationen für eigene Reisen.

Unter der Leitung von Leo Siberski, stellvertretender GMD am Theater Kiel, erklingen im April-Konzert der Neubrandenburger Philharmonie Luigi Cherubinis Ouvertüre zur Oper „Der Wasserträger“, Carl Maria von Webers Klarinettenquintett B-Dur op. 34 in einer Version für Streichorchester, sowie Ralph Vaughan-Williams’ Sinfonie Nr, 5 D-Dur (Solistin: Annelien van Wauwe, Klarinette). Termin: 17. April, 19.30 Uhr.

Märchenhaft wird es am Sonntag, dem 19. April, ab 16 Uhr im Ernst-Barlach-Theater. „Rumpelstilzchen“ präsentiert dann das Theater Mimikri aus Büdingen und verspricht für Kinder ab fünf Jahren ein Theatermärchen mit Goldrauschmusik und Feuertanz. Die Story über die Goldmarie und dem kleinen Männchen, das ihr diabolisch hilft, ist ja bekannt. Mit musikalischem Witz und geheimnisvoller Spannung zeigt Theater Mimikri das Märchen von der Sucht nach Gold und der Sehnsucht nach Leben. Die Kinder können sich auf eine Inszenierung dieses bekannten Märchens mit zauber- und märchenhaftem Bühnenbild und ebensolchen Kostüme freuen.

Den Freunden von Schlagern und volkstümlicher Musik sind Marion und Wolfgang Thomasius keine Unbekannten. Das sympathische Ehepaar singt bereits seit 1991 im Duett zusammen. Unterdessen sind sie über 300-mal über den Bildschirm geflimmert. Das Gesangsduo begeistert die Zuhörer immer wieder mit seiner unkomplizierten Art und seiner heiteren Ausstrahlung. Plaudereien, Sketche und kleine Plänkeleien bilden zusammen mit den Moderationen einen humorvollen Rahmen dieses Programms am Mittwoch, dem 22. April, ab 15 Uhr im Güstrower Theater. Vielseitig ist auch die Musik: Schlager, volkstümliche Melodien in Hoch und Platt, Evergreens, Medleys und natürlich Titel vom Duo Thomasius.

Ulla Meinecke ist seit über 30 Jahren eine feste Größe in der deutschen Musik- und Kulturlandschaft. Am Freitag, dem 24. April, kommt sie 19.30 Uhr nach Güstrow. In ihren Texten reflektiert sie auf ironische Weise und mit einer ihr eigenen poetischen Sprache die Mysterien des Alltags und der Liebe. Ihre nachdenklich-ironische Sicht auf die alltäglichen Dinge begründen ihren Ruf als Sängerin, Dichterin und Autorin. Viele 100 Konzerte, ebenso viele Lesungen ihrer drei bislang veröffentlichten Bücher hat Ulla Meinecke in den letzten Jahren absolviert. Weit mehr als eine Million Tonträger hat sie von ihren Alben verkauft.
„Ulla Meinecke Band“ ist das neueste Projekt der Sängerin für die Bühne, zusammen mit den Musikern Ingo York und Reinmar Henschke. „Musikalisch war ich nie glücklicher“, meint sie.

Am Sonnabend, dem 25. April, führt die Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz drei Tanzstücke zum Thema menschliche Beziehungen auf: „Eins, zwei, drei… und raus bist du“. Zur Musik von Manuel de Falla, Igor Strawinsky und Maurice Ravel schrieben José Caba Mariaca, Thomas Vollmer und Torsten Händler die Choreografie. Kurzfassung: Beziehungen prägen das Leben – binden und trennen, Liebe und Verlust sind die für alle unveränderliche Parameter des Schicksals. Das Leben ist somit ständig in Bewegung. Panta rhei, alles fließt... Ein Thema perfekt für die Übertragung in den Tanz. Beginn ist um 19.30 Uhr.




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