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Ernst-Barlach-Theater Güstrow : Vielfalt auf der Theaterbühne

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Das Theaterprogramm im Mai im Güstrower Ernst-Barlach-Theater hat wieder viel zu bieten.

Mit sechs Veranstaltungen wartet das Ernst-Barlach-Theater im Mai auf. Die Palette reicht von Lindgrens Werken über klassische Konzerte, Lokalkolorit mit der Güstrower Gruppe „vocalpop Regenbogen“, den Welttag der kulturellen Vielfalt bis hin zu niederdeutschem Schauspiel.

Am Sonntag, 1. Mai, gibt sich das Mecklenburgische Landestheater Parchim von 16 Uhr an die Ehre. Es wird Astrid Lindgrens „Michel in der Suppenschüssel“ gespielt. Michel aus Lönneberga ist fünf Jahre alt und stark wie ein kleiner Ochse. Wenn er schläft, kann man ihn fast für einen Engel halten. Aber wenn er wach ist, dann hat er mehr Unsinn im Kopf als irgendein anderer Junge auf der Welt. Wie zum Beispiel an dem Tag, als Michel seinen Kopf in die Suppenschüssel steckt...

In die Kindheit werden Besucher am Sonntag, 8. Mai, versetzt. Beate Biermann erweckt in einem Puppenspiel die „Drei-Schweinchen-geschichte“ von Horst Hawemann zum Leben. Tülli, Knülli und Fülli brauchen ein Haus. Die Schnecke sagt, es wächst. Der Vogel zeigt ihnen sein Nest. Nun bauen sich Tülli, Knülli und Fülli jeder ein eigenes Haus. Eins ist aus Stroh, eins aus Holz und eins aus Stein. Dann droht Gefahr. Der Wolf ist auf der Jagd. Schon pustet er das Haus aus Stroh weg. Er zerfetzt das Haus aus Holz – nur das Haus aus Stein hält stand.

Klassische Musik gibt es am Freitag, 13. Mai, beim 9. Philharmonisches Konzert auf die Ohren. Am Pult steht Vassilis Christopoulos. Zu hören ist zudem Alexander Arutjunjans Trompetenkonzert aus dem Jahr 1950 mit Jonathan Müller, seit 2013 1. Solo-Trompeter am Gewandhausorchester Leipzig. Der 1990 in Leonberg geborene Künstler war zunächst Jungstudent von Prof. Wolfgang Bauer in Stuttgart und setzte dann seine Ausbildung bei Prof. Reinhold Friedrich an der Hochschule für Musik in Karlsruhe fort. 2011 erreichte er als einziger deutscher Trompeter die dritte Runde des international renommierten ARD-Musikwettbewerbs.

Vassilis Christopoulos wird als Gast den Konzertabend leiten. Der 1975 in München geborene Dirigent studierte Oboe und Musiktheorie am Athener Konservatorium sowie Orchesterdirigieren bei Prof. Hermann Michael an der Hochschule für Musik in München. Zwischen 2005 und 2015 war Christopoulos Chefdirigent der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Außerdem leitete er von 2011 bis 2014 das Staatsorchester in Athen. Vassilis Christopoulos dirigierte renommierte Orchester wie das Londoner Philharmonia Orchestra, die NDR-Radiophilharmonie und das Queensland Symphony Orchestra.

Zu ihrem 15-jährigen Bestehen gibt sich die Güstrower Gruppe „vocalpop Regenbogen“ unter der musikalischen Leitung von Gerald Uhlendorf am Freitag, 20. Mai, von 19 Uhr an die Ehre. Das Repertoire der Gruppe ist stetig gewachsen, blieb aber in all den Jahren ihrem Anspruch treu, dem Zuhörer auf seinem Lebensweg ein Begleiter zu sein. Ob Rock, Pop, Klassik, Playback oder A-capella-Gesang: wichtig ist der Gruppe Lebensnähe und Aufrichtigkeit. Dafür steht auch der musikalische Leiter, Gerald Uhlendorf.

Seine Lieder und Arrangements und vor allem seine deutschen Texte sind Adaptionen oder Eigenkompositionen. In 15 Jahren gab es nur einen Personenwechsel in der Besetzung der Gruppe Regenbogen.

Zum „Welttag der kulturellen Vielfalt – Theater für Toleranz, Freiheit und Solidarität“ lädt der Vereins der Freunde und Förderer des Ernst-Barlach-Theaters am Sonntag, 21. Mai, ein. Los geht es um 19.30 Uhr. Anlässlich des Unesco-Welttages präsentieren Akteure aus verschiedenen Kulturen mit Musik, Tanz und Texten die kulturelle Vielfalt unserer Region. Zu erwarten sind unter anderem Gesang mit Klavierbegleitung, iranische Lieder – gesungen zu Gitarre und Trommel, Texte aus Syrien, Texte von Ernst Barlach, und Ausführungen zum Thema „Ethik ist wichtiger als Religion“ aus „Der Appell des Dalai Lama an die Welt“.

Plattdeutsch wird es am Sonntag, 22. Mai. Von 19.30 Uhr an spielt die Niederdeutsche Bühne Neubrandenburg „Eenmal noch nah Hiddensee“ – eine Komödie in drei Akten von Helmut Schmidt. Zum Inhalt: Kaum ist die 84-jährige, rüstige Witwe Gesine Jansen in der kleinen Pension „Haus Seedorn“ auf Hiddensee angekommen, muss sie von der Pensionsinhaberin Emma Käfer erfahren, dass ihr Zimmer aufgrund eines Buchungsfehlers schon an den 25-jährigen Heiner Heckenroth vermietet wurde, der auf der Insel die Trennung von seiner Freundin verarbeiten möchte. Dieser hat bereits das Zimmer bezogen und sieht absolut nicht ein, für die alte Dame wieder auszuziehen. Es sind auf der Insel zwar Unterkünfte in anderen Pensionen frei, aber beide bestehen darauf, nur im Haus Seedorn ihren Urlaub zu verbringen. Am Ende verbringen beide den Urlaub im selben Zimmer und nach einigen Streitereien erzählen sich die Protagonisten schließlich ihre Lebensgeschichten, und spüren schnell, dass sie doch vieles gemeinsam haben.

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