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„‚Ehrensache“ : Viele Stunden an Nähmaschine

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Ehrensache“: Doris Janthur und Christa Jäger engagieren sich ehrenamtlich für den 1. Güstrower Rollsportverein.

Die 60-jährige Doris Janthur ist ein Urgestein des 1. Güstrower Rollsportvereins und seit etwa 30 Jahren als Vorsitzende aktiv. Gemeinsam mit Christa Jäger (65) ist sie seit kurzem häufig am Ulrichplatz in der alten Molkerei zu finden. Denn dort befindet sich das neue Domizil des Vereins.

In der Alten Molkerei lagern Stoffe, Kostüme und Kleider sowie Kulissen aus vielen Jahren. Hier sind auch die Nähmaschinen – und daran sitzen Doris Janthur und Christa Jäger vier Tage in der Woche, um Kostüme zu nähen. „Wir mussten aus den Räumen in der Hageböcker Mauer raus und haben hier zum Glück neue und bezahlbare Räume gefunden“, sagt Doris Janthur.


In neuen Räumen wird alles genäht


Sie begann als eine der ersten im Rollsportverein bei der Gründerin Margarethe Reiteritsch zu trainieren. Damals fand das Training noch auf dem Sonnenplatz statt. Immer blieb Doris Janthur in Güstrow und übernahm schließlich die Leitung des Vereins. Nun sorgt sie sich nicht nur um Kleider und Kostüme, sondern fertigt mit Christa Jäger auch Geschenke für Wettkämpfe, die den Teilnehmern übergeben werden. „Jetzt nähen wir gerade für den Barlach-Pokal. Etwa 200 Kinder werden dort dabei sein“, erzählt Doris Janthur. Sie ist froh, dass sie mit Christa Jäger seit einigen Jahren eine Schneidermeisterin gefunden hat, die mit viel Liebe und Hingabe an der Nähmaschine sitzt. „Zu Hause sitzen ist nichts für mich. Das hier ist wieder mein Leben“, sagt Christa Jäger, die einige Jahre nicht in ihrem erlernten Beruf gearbeitet hat und inzwischen im Ruhestand ist. Genau darum war sie froh, eine solche Beschäftigung zu haben, die den derzeit etwa 50 Mitgliedern des Vereins nutzt. „Außerdem verstehen wir beide uns blendend“, fügt sie an. Inzwischen läuft auch ihre Enkelin im Güstrower Rollsportverein.

In dieser Woche saß die Schneidermeisterin an einem Kürkleid, auf das sie einen goldenen Notenschlüssel nähte. Etwa sechs Stunden müsse man dafür rechnen, um es mit Zuschnitt fertig zu stellen. „Unsere ersten Kleider ganz zu Beginn des Vereins wurden noch aus Unterrockstoff genäht“, erinnert sich Doris Janthur. Sie freut sich, dass der Verein in diesem Jahr einen besonderen Geburtstag feiert. 55 Jahre alt wird er und darum soll der Auftritt am 2. Advent etwas Besonderes werden. Doris Janthur hat bis dahin aber noch viel zu tun. Sie schreibt die Märchen immer selbst, die es mittlerweile seit 1995 zu sehen gibt.

Wie viele Kleider wird sie wohl schon genäht haben? Das ist den beiden Frauen nicht wichtig. „Es ist viel Arbeit, aber es macht uns Spaß“, betonen sie. Darum werden sie wohl noch einige Jahre Kostüme und Kleider für die Kinder nähen. Über jegliche Unterstützung, z. B. über Stoffe, Knöpfe oder ähnliches freuen sie sich sehr (Telefon 0179/8715559).

 


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