Vereinsvorstellung : Viele Freunde unterstützen Christoph 34

Ganz wichtig für den Verein: Arbeit mit Kindern: Grundschüler haben den Hubschrauber besichtigt und das Mal- und Informationsheft „Erste Hilfe für Kinder“ erhalten.
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Ganz wichtig für den Verein: Arbeit mit Kindern: Grundschüler haben den Hubschrauber besichtigt und das Mal- und Informationsheft „Erste Hilfe für Kinder“ erhalten.

SVZ-Serie „Vereine in der Region“ / Förderverein des Luftrettungszentrums feiert im Juni fünften Geburtstag

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02. März 2015, 06:00 Uhr

In diesem Jahr feiert der Förderverein des Luftrettungszentrums Christoph 34 seinen fünften Geburtstag, ist also ein noch relativ junger Verein. „Ein Anlass damals war, die Besatzung des Hubschraubers – das sind der Pilot, ein Notarzt und ein Notfallsanitäter – mit einheitlicher Luftrettungskleidung auszustatten. Die Aufgabe erledigte damals zwar der Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises als Träger, aber die Idee für eine Unterstützung der Luftrettung war geboren.

„Wir haben uns dann um Kleinigkeiten gekümmert, die nicht unbedingt zum Standard der Ausrüstung gehören, wie eine Digitalkamera zur Geländeerkundung, Hörschutz oder um die bei Kindern beliebten Mutmacher-Bärchen an Bord“, berichtet Steffen Büchner. Der niedergelassene Kinderarzt ist Vorsitzender des Fördervereins und fliegt an ein bis zwei Wochenenden im Monat als Notarzt mit. „Der Förderverein hat mit dem Betrieb des Hubschraubers und mit der Patientenversorgung nichts zu tun. Das ist allein Sache des Trägers“, sieht Büchner eine klare Aufgabentrennung. Ohnehin hat sich der Verein zunehmend auf die Öffentlichkeitsarbeit, auf die Teilnahme an Messen und die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindertagesstätten konzentriert.

So schoben die Vereinsmitglieder 2013 gemeinsam mit dem Detmolder K&L-Verlag, der seit Jahren mit Rettungsinstitutionen deutschlandweit zusammenarbeitet, ein großes Projekt an. Sie stellten sich die Aufgabe, Sponsoren und Förderer für den Druck eines Mal- und Informationsheftes „Erste Hilfe für Kinder“ zu finden. Die Aktion wurde ein voller Erfolg. Der Verein gewann so viele Unterstützer, dass nicht nur alle Grundschulen des Landkreises Rostock mit den Heften versorgt werden konnten, sondern die Kapazität auch noch für Schulen angrenzender Landkreise reichte. „Die Resonanz war durchweg positiv, so dass wir nun Unterstützer für einen Nachdruck suchen. Zu Beginn des neuen Schuljahres werden auch neue Hefte verteilt“, verspricht Büchner.


„Fanartikelshop“ im Internet nächstes Ziel


Wobei der Verein neben der Sponsorenwerbung auch aktive Mittelakquise betreibt. Gedruckt und verkauft wurde z.B. auch in diesem Jahr ein Kalender mit spektakulären Aufnahmen aus dem Hubschrauber. Diese Merchandising-Strecke sieht Büchner noch ausbaufähig. Mittelfristiges Ziel ist es, eine Art Internetshop mit Fanartikeln aufzubauen. Die Idee kam nach dem erfolgreichen Auftritt bei Facebook. „Wir haben schon über 1500 Freunde, Tendenz steigend“, freut sich der Vorsitzende. Weitere Aktivitäten des Vereins sind Schulbesuche, um dort über Erste Hilfe und die Luftrettung zu sprechen.

„Natürlich gibt es jede Menge Fragen zu Christoph 34“, weiß der Arzt. Und die Luftretter erklären dann geduldig, dass der Hubschrauber im November 1992 als einer von zwölf Zivilschutzhubschraubern des Bundes in Güstrow stationiert wurde, dass er pro Jahr etwa 1000 Einsätze fliegt, dass sein Einsatzradius bis zu 70 Kilometer um die Barlachstadt liegt und manchmal auch weiter, dass die Geschwindigkeit 230 Kilometer pro Stunde beträgt und er in acht Minuten in Rostock sein kann… „Die Fragen der Kinder hören praktisch nicht auf“, stellt Steffen Büchner schmunzelnd fest.

Wer mehr über Christoph 34 wissen und sich aktiv einbringen möchte, ist im Förderverein willkommen. „Wir nehmen Hilfe gern an und sind offen für neue Ideen“, versichert der Vorsitzende.

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