Krakow am See : Viel neue Technik für Fernwärme

Michael Schütt (4. v. r.), Leiter Contracting bei der Wemag, erläutert die neue Technik im Heizhaus Dobbiner Chaussee. Hinter ihm befinden sich die Pufferspeicher.
Michael Schütt (4. v. r.), Leiter Contracting bei der Wemag, erläutert die neue Technik im Heizhaus Dobbiner Chaussee. Hinter ihm befinden sich die Pufferspeicher.

Wemag Energiedienste GmbH hat Wärmeversorgung in Krakow am See auf Kraft-Wärme-Kopplung und Erdgas umgestellt.

von
01. Dezember 2017, 12:00 Uhr

„Neu“ war das wohl am häufigsten gebrauchte Wort, als sich am Mittwochabend Vertreter der Stadt Krakow am See und des Amtes, Stadtvertreter und Abnehmer von Fernwärme im Heizwerk in der Dobbiner Chaussee mit Vertretern der Wemag Energiedienste GmbH trafen. Vor gut einem Jahr hatte der Energieversorger per Vertrag Leistungen für Fernwärme für Wohnungen der Krakower Wohnungsunternehmen Wokra und AWG sowie für öffentliche Gebäude der Stadt übernommen. Bis dahin hatte diese Aufgaben die Wokra erfüllt. „In den Jahren hatte sich ein Investitionsstau angesammelt, die Anlage war verschlissen und musste dringend erneuert werden“, beschrieb Bürgermeister Wolfgang Geistert den damaligen Handlungsbedarf. Per Ausschreibung wurde ein neuer Betreiber gesucht. „Kriterien für uns waren, dass wir mit dem neuen Partner die Wärmekosten senken, dass wir über den Winter 2016/17 Versorgungssicherheit erlangen und dass wir die Wokra von dieser Aufgabe entbinden konnten“, fasste Geistert die Bedingungen zusammen. Unter fünf Bewerbern hatte die Wemag das beste Angebot abgegeben und den Zuschlag erhalten.

„Die erste Auflage, mit der veralteten Technik über den Winter zu kommen, haben wir geschafft“, bilanzierte Michael Schütt, Leiter Contracting bei der Wemag, also im Unternehmen für die Wärmelieferung zuständig. Danach begann ein umfangreicher Umbau. „Wir haben in der Dobbiner Chaussee drei alte Ölkessel vorgefunden, von denen wir zwei komplett demontiert und den dritten mit neuer Pumptechnik, neuem Brenner und neuer Regelungstechnik versehen haben“, schilderte Schütt. Anstelle der Ölkessel sei ein modernes Blockheizkraftwerk (BHKW) und ein neuer Brennwertkessel installiert worden. Über Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werde aus Erdgas Wärme und Elektroenergie produziert.

„Neu eingebaut in den Wohnblöcken sowie in Schule, Turnhalle und Feuerwehr haben wir auch Übergabestationen, die die Versorgung der Abnehmer regeln“, erläuterte Schütt. Störungen bei der Wärmeversorgung seien bisher nicht vorgekommen. „Aber so richtig kalt war es ja auch noch nicht“, schränkte Jens Wiese von der Allgemeinen Wohnungsbaugesellschaft (AWG) Güstrow-Parchim ein. Im Luftkurort werden bei der AWG 87 Wohnungen mit Fernwärme versorgt. Auch für Wolfgang Geistert ist der bevorstehende Winter die Bewährungsprobe für den neuen Partner und die neue Technik.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen