Güstrower Theaterprogramm : Viel Musik und komödiantisch

Das Musikkabarett Vocal Recall gastiert am 21. April im Güstrower Theater.
Das Musikkabarett Vocal Recall gastiert am 21. April im Güstrower Theater.

Der April im Ernst-Barlach-Theater: Popmusik auf die Schippe genommen, deutsche Rocklegenden, Kindervorstellungen und mehr.

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05. April 2017, 05:00 Uhr

Nach dem frühzeitig ausverkauften Start in den April mit Markus Maria Profitlich am 1. April setzt das Ernst-Barlach-Theater seinen Monatsspielplan an diesem Freitag, 7. April, mit dem 8. Philharmonischen Konzert fort. Ab 19.30 Uhr heißt es „Very British!“, wenn Rasmus Baumann am Pult der Neubrandenburger Philharmonie dirigiert. Auf dem Programm stehen Benjamin Brittens „Four Sea Interludes“ aus der Oper „Peter Grimes“, Ralph Vaughan Williams mit „The Lark Ascending“ für Violine und Orchester sowie Edward Elgars „Enigma-Variationen“ op. 36. Solistin des Abends ist Violinistin Elsa Claveria.

Eine Kindervorstellung folgt am Sonntag, 9. April, mit „König Drosselbart“. Um 16 Uhr ist die Bühne Morgenstern Hamburg mit dem Märchenklassiker „König Drosselbart“ zu Gast und bringt die aktuelle Thematik von Vorurteilen und der Beurteilung von Menschen nach Äußerlichkeiten in einer frischen und humorvollen Inszenierung von Marc Eisenberg auf die Bühne.

„Ein Lärm der Deinen Namen trägt“ heißt es am 21. April ab 19.30 Uhr mit dem Musikkabarett Vocal Recall. Witzig, geistreich und hochmusikalisch geht es dann zu, wenn sich die Boygroup mit Frau aufmacht, den Mantel der neueren Musikgeschichte vor der Altliedersammlung zu bewahren. Fürsorglich greifen sie den Autoren der größten Hits phonetisch unter die Arme, lösen im Satzgesang textliche Verständnisprobleme und schaffen dadurch neue. Alice Köfer, Dieter Behrens und Bernhard Leube inszenieren eine Fusion ihrer größten Idole, die so nie hätte stattfinden dürfen. Da trifft Bushido auf Domingo, Britney hat kein Problem mit Houston, und Rihanna will Smith im Winehouse. Mit Pianist Matthias Behrsing an verschiedensten Geräuschen lassen Vocal Recall eine Revue passieren, die in origineller Besetzung Vertrautes neu einkleidet.

Ein zweite Kindervorstellung können Familien am 23. April ab 16 Uhr mit „Däumelinchen“ erleben. Das Theater Maskotte führt ein Spiel nach Hans Christian Andersen mit Puppen, einem Fotoapparat, einem Stuhl, einem Tisch, einem Koffer… auf. Fräulein Wilhelmine Hutfilz ist eine liebenswerte schrullige Person mit einer großen Leidenschaft: Sie fotografiert gern und fängt die unglaublichsten Geschichten ein. Eine ist die Geschichte vom „Däumelinchen“: Es war einmal eine Frau, die wünschte sich sehr ein Kind, eine Alte Hexe gab ihr ein Korn, aus dem erwuchs eine Tulpe, und als sich die Blüte öffnete, lag darin ein kleines Mädchen – Däumelinchen. Doch eines Nachts kam eine garstige Kröte und nahm das kleine Kind mit sich fort – die abenteuerliche Reise des kleinen Däumelinchen beginnt.

Auf einmal ist „ER“ wieder da – Adolf Hitler erwacht mitten im heutigen Berlin, völlig allein. Und wie sich sein Deutsches Reich verändert hat – der Krieg scheint vorbei, die Medien sind nicht mehr gleichgeschaltet, und wo kommen die ganzen Türken her? Die Satire nach dem Roman von Timur Vermes wird von der Tanz- und Orchestergesellschaft Neubrandenburg/Neustrelitz gespielt – so macht Hitler erneut Karriere, als Comedystar.

Ganz anders, up Platt, geht es am 29. April auf der Bühne zu. Ab 19.30 Uhr spielt das musikalische Hormonical Heiße Zeiten von der Fritz-Reuter-Bühne Schwerin „Willkamen in de Wesseljohren“. Vier Damen in den besten Jahren treffen am Flughafen aufeinander und haben nur zwei Dinge gemeinsam: Ihr Flieger verspätet sich aus unbekannten Gründen, und sie befinden sich in den Wechseljahren oder kurz davor… Bei der Inszenierung von Christoph Reiche, ausgestattet von Harry Behlau, hat Michael Ellis Ingram die musikalische Leitung.

Zwei deutsche, wahrliche Rocklegenden spielen am 30. April im Ernst-Barlach-Theater auf. Können Sie sich noch erinnern an die 60er-Jahre, die Zeit, in der die Musik viel veränderte, Bands wie Beatles, Rolling Stones und viele andere spielten, auch im legendären „Star Club“ in Hamburg? Es war eine Zeit, in der man Musik nur mit der Hand spielen konnte. In diesen Jahren gab es in Deutschland zwei Bands, die sagenhafte Erfolge hatten, es waren The Lords und The Rattles, die mit Hits wie „Poor Boy“, „Greenleaves“, „ Shakin all over“, „The Witch“ und vielen anderen eine ganze Generation begeisterten. Beide Bands sind nun gemeinsam in vielen kleinen Theatern und Kulturhäusern auf Tournee.

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