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Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 22:37 Uhr

Güstrow : Viel lieber im Wald als im Büro

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Forst-Azubis aller drei Lehrjahre in dieser Woche im Lehrrevier Kirch Rosin I tätig.

In dieser Woche gibt es im Forstamt Güstrow die seltene Konstellation, dass die Azubis aller drei Lehrjahre in der Praxis anzutreffen sind. Mit Kettensägen und Funkhelmen, um eine Verständigung untereinander zu ermöglichen, rücken die jungen Leute aus, um im Revier Kirch Rosin I Baumpflegearbeiten auszuführen. „Wir nennen das Pflege starker Stangen. In dem eng gewachsenen Fichtenbestand schneiden wir weniger gut entwickelte Bäume heraus und geben dadurch anderen mehr Raum zur Entwicklung“, erläutert Ausbilder Jan Titze die Aufgabe.

„Ich war schon als Kind immer viel in der Natur und an der frischen Luft. In einem Büro würde ich eingehen“, sagt Alec Lehners, der sich im dritten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Forstwirt befindet. So und ähnlich begründen alle Azubis ihre Ausbildungswahl. Unterschiedlicher sind die Antworten, wenn man nach der weiteren beruflichen Entwicklung fragt. Alec absolvierte kürzlich einen Schnupperkurs für Maschinen und liebäugelt mit dem Plan, eine Qualifizierung zum Forst-Maschinenführer anzuschließen. Auch Britt Dallmann, 19 Jahre alt und Azubi im zweiten Lehrjahr, könnte sich eine berufliche Zukunft auf dem Harvester, wie man spezielle Holzerntemaschinen landläufig bezeichnet, vorstellen. Während der 17-jährige Hannes Grundmann im ersten Jahr lernt und vorerst einen erfolgreichen Abschluss seiner Lehre als Ziel angibt, steht für Tim Kummernuss der Berufswunsch schon fest: Der 18-Jährige will studieren und Revierförster werden.

Das Forstamt Güstrow ist eines von zehn Lehrforstämtern in MV. Zurzeit werden drei Lehrlinge im ersten, drei im zweiten und einer im dritten Lehrjahr ausgebildet. Mit dem zirka 800 Hektar großen Revier Kirch Rosin I steht ein eigenes Lehrrevier zur Verfügung. „Das wird fast ausschließlich von unseren Lehrlingen bewirtschaftet. Der große Vorteil besteht darin, dass unsere Auszubildenden alle übers Jahr im Wald anfallenden Betriebsarbeiten kennenlernen und ausführen“, sagt Forstamtsleiter Ralf Neuß.


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