zur Navigation springen

Bodenordnungsverfahren : Viel in die Schule und damit in die Zukunft investiert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Bodenordnungsverfahren Bölkow abgeschlossen / Investitionen von rund 1,5 Millionen Euro realisiert

von
erstellt am 13.Jan.2015 | 23:00 Uhr

„Ohne Fördergelder hätten wir uns das kaum leisten können“, sagt Ulrich Blau. Das Schulgelände ist umgestaltet. Wege sind ausgebaut und Stege an Badestellen erneuert. Als großen Erfolg bei der Entwicklung der Gemeinde Mühl Rosin wertet der Bürgermeister das Bodenordnungsverfahren (BOV) Bökow, das kurz vor Jahresfrist seinen Abschluss fand.

Für die Allgemeinheit von besonderem Interesse ist der Teil der öffentlichen Dorferneuerung im BOV. Hier konzentrierten sich die Vorhaben im Bereich Kita-Hort-Schule. Nicht mehr benötigte Gebäude wurden abgerissen, der Schulhof neu gestaltet und ein Parkplatz gebaut. Die Fertigstellung einer Spielwiese für die Kinder rundete die Sanierung des Ensembles von Kita, Hort, Schule und Schulhof in Mühl Rosin im Frühjahr 2011 ab. „Das war das größte Bauprojekt der vergangenen Jahre, wichtig um junge Leute in der Gemeinde zu halten“, betont Blau. Am Schulhaus wurden Dach und Fassaden erneuert. Auch die Sporthalle – hier war eigentlich nur ein neues Dach vorgesehen – wurde saniert. „Ein Glücksfall“, sagt Blau. Er will auch solche Projekte wie Gehweg, Beleuchtung und Parkplatz sowie eine Wendeschleife in Bölkow nicht vergessen. Hinzu kommen neue Holzstege an den Inselsee-Badestellen in Bölkow und Mühl Rosin.


Drei Wege ausgebaut


Ein zweiter stets willkommener Teilbereich eines BOV ist der ländliche Wegebau. Die Straße nach Koitendorf, der Weg zur Schäferei und der Weg zum Kiwittbarg wurden 2007/08 ausgebaut. Rund 600 000 Euro schlagen für die zusammen 3,4 Kilometer zu Buche. Zuletzt gelang es auch noch den Wanderweg zum Honigbarg auszubauen. Damit hat die Gemeinde einen drei Kilometer langen Rundweg, der vom Kirchsteig über den Fuchsberg und den Honigbargweg zurück nach Mühl Rosin führt. „Das ist ein sehr wunderschöner Wanderweg“, äußert sich der Bürgermeister höchst zufrieden. Dank der Förderung für ländliche Räume sei das Leben in der Gemeinde wieder ein bisschen attraktiver geworden. Vom Wegebau würden insbesondere die Landwirte profitieren. Transport zu und von den Äckern seien nun problemloser möglich. Insgesamt wurden rund 1,5 Millionen Euro in Bölkow und Mühl Rosin investiert. Der Zuschuss beläuft sich auf gut eine Million Euro.


Noch immer kein Radweg an Kreisstraße


Blau räumt aber auch ein, dass sich die Landwirte noch mehr vom Wegebau erhofft hatten. Er nennt den Weg von Koitendorf nach Kirch Rosin. Die Kosten aber hätten die Möglichkeiten der Gemeinde überstiegen. Bedauerlich sei, dass es bis heute keinen Radweg an der Straße von Mühl Rosin über Bölkow nach Badendiek gibt. Man habe die Planung gemacht und die Grundstücke für den Radweg heraus gemessen, ein Förderantrag sei aber abgelehnt worden. Grund: zu wenig Radfahrer. Auch weitere Versuche scheiterten, berichtet Blau. „Es ist eine Kreisstraße. Ein die Straße begleitender Radweg ist Sache des Landkreises“, stellt Mühl Rosins Bürgermeister fest.

Der Bürgermeister erwähnt auch den Teil des BOV, der die Klärung und Verbesserung der Eigentumsstruktur beinhaltet. Henning Witte von der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern, die das BOV bearbeitete, hat zwei Zahlen dazu parat: Die Zahl der Flurstücke konnte von 413 auf 278 reduziert werden. So erleichtert beispielsweise die Zusammenlegung von Splitterflächen die landwirtschaftliche Bewirtschaftung. Im Ergebnis der Neuordnung auf einer Fläche von 750 Hektar wurden das Grundbuch und das Liegenschaftskataster berichtigt.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen