Der Heisse Draht : Videoüberwachung gegen illegale Müllentsorgung

Irmgart Kaltofen deutet auf den Müllberg am Glascontainer-Stellplatz in der Neuen Wallstraße.
Irmgart Kaltofen deutet auf den Müllberg am Glascontainer-Stellplatz in der Neuen Wallstraße.

An Güstrows Container-Stellplätzen türmt sich der Unrat – der Landkreis Rostock will nun mit drastischen Mitteln durchgreifen.

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30. Juni 2016, 12:02 Uhr

Irmgart Kaltofen stinkt’s. Seit mehr als einer Woche beobachtet die Güstrowerin einen täglich anwachsenden Müllberg am Glascontainer-Stellplatz in der Neuen Wallstraße. Ein unangenehmer Geruch liegt hier in der Luft, Fliegen umkreisen einen Haufen aus Elektroschrott, Hausabfällen, Sperrmüll und Kleidungsstücken und offensichtlich hat hier sogar jemand sein Geschäft erledigt. Unhaltbare Zustände, findet Irmgart Kaltofen, die hier täglich beim Spaziergang mit ihrem Hund vorbei kommt.

In der Nacht zu Mittwoch habe hier jemand sogar den Inhalt eines Farbeimers ausgeleert. „Wer macht den so etwas“, fragt die Seniorin empört und fügt hinzu: „Das ist eine viel befahrene Ecke – das muss doch irgendjemand gesehen haben.“

Für den Landkreis Rostock ist das Problem bekannt. „Erstaunlich ist, dass das Problem der Vermüllung an den Container-Stellplätzen zu 90 Prozent ausschließlich in der Stadt Güstrow existiert“, sagt Kreissprecher Michael Fengler. Den Platz in der Neuen Wallstraße wolle der Kreis nun schnellstmöglich beräumen, verspricht Fengler. Auch er appelliert an die Anlieger, die Verursacher zu melden. „Gerade bei großen Mengen, kommen die Verursacher sicher mit dem Auto. Wer so etwas beobachtet, der sollte sich das Kennzeichen notieren und uns informieren“, erklärt der Kreissprecher das Prozedere.

Da sich derartige Vorfälle in der jüngsten Vergangenheit häufen, erwägt der Landkreis inzwischen drastischere Schritte. „Wir denken zum Beispiel über Vidoüberwachung an den Plätzen nach“, sagt Michael Fengler weiter. Verständnisse habe er für die Verursacher indes nicht. „Es gibt Wertstoffhöfe, mit der neuen Regelung hat jeder eine Papiertonne zu Hause – damit ist die Altpapierentsorgung noch bequemer und Sperrmüll wird kostenfrei vor der Haustür abgeholt“, resümiert Fengler. Außerdem drohe ein erhebliches Bußgeld, wenn man bei illegaler Müllentsorgung erwischt wird. Im Landkreis Rostock drohen bis zu 5000 Euro Bußgeld.

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