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Vegetarisch und vegan : Verzicht auf Fleisch auf dem Vormarsch

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mädchen bevorzugen vegetarisches Essen / Güstrower Bistro stellt sich auf diese Entwicklung ein

Ein Leben ohne Fleisch können sich viele Menschen gar nicht vorstellen. Es gibt aber auch die Vegetarier, die auf Produkte von toten Tieren verzichten, und daneben die Veganer, welche alle Produkte von Tieren meiden. Sie essen kein Fleisch und verzichten darüber hinaus auch auf Eier, Milch und Honig.

Die meisten Vegetarier und Veganer haben sich wohl für ihre Art der Ernährung entschieden, weil Skandale in Tierställen und die industrielle Mast sie abschrecken. Manchen aber schmeckt es auch einfach nicht mehr. Sie wissen auch um Probleme, die sich daraus ergeben können. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, braucht der Körper Ersatzstoffe z.B. Eisen.

Seit Anfang des Monats gibt es nun auch bei dem Verdura-Bistro in Güstrow fünf bis sieben Gerichte für Vegetarier und Veganer. Verdura ist ein Restaurant, das nur Bio-Essen verkauft, geleitet wird es von Kirsten Mesewinkel-Nowack. Sebastian Koch, der bei Verdura kocht, sagt: „So kann man als Vegetarier und Veganer komplett sicher sein, dass das Essen auch wirklich vegetarisch oder vegan ist. Es wird dann auch kein Honig und keine Milch verwendet.“ Das Verdura-Bistro habe sich außerdem auch für das Angebot von vegetarischen und veganen Speisen entschlossen, da es einfach günstiger ist. Hinzu komme, dass immer mehr Menschen auch in Güstrow sich dazu entschließen auf gewisse Produkte zu verzichten. „Auch für Leute, die nicht vegan oder vegetarisch leben, haben wir etwas im Angebot“, ergänzt Sebastian Koch. „Etwa zehn Prozent unserer Kunden sind wirklich Vegetarier. Die vegane Ernährung ist noch nicht so verbreitet“, schätzt Birgit Laub, die bei Verdura bedient, ein und denkt aber, dass die Zahl der Vegetarier wachsen wird.


Sojaschnitzel als Alternative


Seit Oktober vergangenen Jahres ernährt sich Lina Bernstein (13), die das John-Brinkmann-Gymnasium in Güstrow besucht, ausschließlich vegetarisch. „Schon in den vergangenen eineinhalb Jahren habe ich nur einmal im Monat Fleisch gegessen. Dann habe ich mich entschlossen ganz darauf zu verzichten“, berichtet sie. Sie hätte irgendwann keinen Appetit mehr auf Fleisch verspürt. „Aber ich mache es auch wegen der Tiere. Wenn ich mir Videos zur Massentierhaltungen ansehe, vergeht mir wirklich der Appetit“, sagt sie. Sie achtet sehr darauf, trotzdem genügend Nährstoffe zu bekommen. Sie isst beispielsweise gerne Sojaschnitzel. „Das ist total lecker“, schwärmt Lina Bernstein. Ansonsten mag sie auch vegetarischen Schinken und vegetarische Bratwürste. Mit dem Mittagessen in der Schule hat sie kein Problem, weil es in der Kantine immer ein Essen ohne Fleisch gibt. „Ich habe auch Kochbücher mit vegetarischen und veganen Rezepten, da finde ich immer etwas für mich“, sagt Lina Bernstein.


Gern Tofu, viel Obst und Gemüse


Laura Borchert von der Ecolea-Schule in Güstrow hat vor ungefähr eineinhalb Jahren angefangen ihre Ernährung umzustellen. „Seit Jahresanfang versuche ich sogar, mich hauptsächlich vegan zu ernähren. Aber das ist etwas schwerer“, gesteht sie. Sie esse nun auch kein Ei mehr und arbeite daran auch gänzlich auf Milch zu verzichten. „Es schmeckt mir einfach nicht mehr! Man muss auch mal überlegen, was in den Produkten alles drin steckt. Das verdrängen viele Leute gerne“, findet sie. Um trotzdem gesund zu leben, isst Laura Borchert sehr gerne Tofu. „Dadurch bekommt man viel Calcium und Eiweiß, außerdem ess ich viel Obst und Gemüse“, erzählt sie. Probleme hätte ihr die Ernährungsumstellung noch nicht beschert.

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