Nach Tornado in Kassow : Verwüsteten Park neu bepflanzen

Kassows Bürgermeister Hans-Joachim Lang steht vor der riesigen Wurzel einer Eiche. Hier im Park von Kassow hatte der Tornado rund 30 Bäume „umgepustet“.
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Kassows Bürgermeister Hans-Joachim Lang steht vor der riesigen Wurzel einer Eiche. Hier im Park von Kassow hatte der Tornado rund 30 Bäume „umgepustet“.

Nach dem Tornado vor einem Jahr wird jetzt ein Hektar großes Areal in Kassow neu gestaltet

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25. März 2016, 09:00 Uhr

Die Ausläufer des Tornado, der vor knapp einem Jahr in Bützow erhebliche Schäden anrichtete, waren auch in Kassow spürbar. Dort wurden u.a. im Park am Dorfteich 30 Bäume entwurzelt. Die Gemeinde sorgt dort jetzt für Ordnung.

Buchen, Eichen, Nadelbäume und Pappeln bildeten einst einen kleinen Park, in dem vor Jahren auch so manches Dorffest stattfand. Nun türmen sich dort die Holzstämme und riesige Wurzelballen. „Hier sieht man die Dimension der Bäume“, sagt Bürgermeister Hans-Joachim Lang. Er steht vor der Wurzel einer Eiche. Die stand am Eingang des Parks, war umgekippt und versperrte den Zugang. „Der Durchmesser des Wurzelstumpfes beträgt rund eineinhalb Meter“, sagt Lang. Er soll jetzt dort liegen bleiben, als kleines „Denkmal“.

Die Gemeinde hat die umgestürzten Bäume durch eine Firma aufbereiten lassen. „Leider können wir das Holz nicht für die Industrie verkaufen. Es sind Nägel und Eisen in den Stämmen“, erklärt der Bürgermeister. Es seien zwei Männer vom Fach vor Ort gewesen. Die hätten abgewunken. Für eine industrielle Verarbeitung seien die Stämme nicht zu gebrauchen.

„Deshalb werden wir auf der Gemeindevertretersitzung Mitte April darüber beraten, wie wir die Stämme als Brennholz an den Mann bringen können“, sagt der Bürgermeister. Er möchte einen klaren Beschluss zur Verfahrensweise. Damit keiner den Vorwurf erheben könne, er, der Bürgermeister, hätte das Holz verscherbelt.

Ein Teil der Bäume aus dem Park von Kassow nimmt aber einen ganz anderen Weg. Eine Scheibe liegt mittlerweile im Krummen Haus in Bützow. Dort soll sie Bestandteil einer Ausstellung werden.

Auf der rund einen Hektar großen Fläche sollen wieder neue Bäume gepflanzt werden. Wann und wer das macht, das stehe noch nicht fest. „Wir wollen sie als Ausgleichsfläche für Ersatzpflanzungen vorhalten“, erklärt Lang. Hintergrund: Wenn Baumaßnahmen erfolgen, wo Flächen versiegelt werden, müssen die Bauherren an anderer Stelle einen Naturausgleich schaffen.

Hans-Joachim Lang denkt da zum Beispiel an die Windanlagenbauer. In dem Eignungsgebiet Kassow/Werle stehen noch nicht alle genehmigten Windräder. „Für zwei gab es zusätzliche Auflagen. Vielleicht braucht die Firma noch eine Fläche, wo sie Ersatzpflanzungen vornehmen kann“, so der Bürgermeister.

Doch es geht nicht nur um die Aufforstung der Fläche. Auch der angrenzende Dorfteich soll nach Möglichkeit wieder auf Vordermann gebracht werden, wünscht sich Lang. „Unsere Gemeinde ist gemeinsam mit der Nachbargemeinde Kambs im Dorferneuerungsprogramm. Vielleicht lässt sich da etwas machen“, erklärt der Bürgermeister.

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