Güstrow : Verstehst du die Energiewende?

Für die Schüler der 10d des John-Brinckman-Gymnasiums – Johannes Märzke, Dennis Möller, Michel Hapenhagen und Tobias Strehlow (v.l.) – ging es gleich zur Ausstellungseröffnung zur Sache. Sie lösten erste Aufgaben an den interaktiven Stationen.
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Für die Schüler der 10d des John-Brinckman-Gymnasiums – Johannes Märzke, Dennis Möller, Michel Hapenhagen und Tobias Strehlow (v.l.) – ging es gleich zur Ausstellungseröffnung zur Sache. Sie lösten erste Aufgaben an den interaktiven Stationen.

Ausstellung Zukunftsprojekt lädt insbesondere Schulklassen in die Städtische Galerie Wollhalle in Güstrow ein.

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10. März 2018, 05:00 Uhr

Die Energiewende ist spätestens seit der Katastrophe von Fukushima 2011 in aller Munde. Aber was steckt dahinter? Was will Europa, welche Ziele verfolgt Deutschland? Was kann im ganz Privaten geschehen, damit die Energiewende gelingt? Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich die Ausstellung „Zukunftsprojekt Energiewende“ in der Städtischen Galerie Wollhalle. Die ersten Schulklassen – sie sollen insbesondere angesprochen werden – tummelten sich gestern zur Ausstellungseröffnung bereits mit Aufgabenstellungen ausgerüstet an den 15 interaktiven Stationen zu acht Themenfeldern der Energiewende.

An der Station „Klimabewusst im Alltag“ mühten sich Johannes Märzke, Dennis Möller, Michel Hapenhagen und Tobias Strehlow aus der 10d des John-Brinckman-Gymnasiums, allerlei Fragen zu beantworten. Muss es für den Einkauf beispielsweise das Auto sein? Die richtigen Antworten auch an weiteren Stationen führen am Ende zu einem Passwort, das gebraucht wird, um die Komikmaschine in Gang setzen zu können – die Belohnung für alle Mühe.

Die Wanderausstellung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) befasst sich mit technischen, naturwissenschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten der Energiewende und spannt den Bogen vom globalen Thema über Europa bis in den eigenen Haushalt. „Bauen, sanieren, heizen, Ernährung, Freizeit, Mobilitätsverhalten – all das hat mit Energie zu tun und wird beleuchtet“, betonte gestern Martin Schulte von der BDU und ließ es sich nicht nehmen mit den vielen Eröffnungsgästen den einen und anderen Stand zu erobern.

Die Wollhalle als außerschulischen Lernort hob Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt hervor. Er lud Schulklassen, aber auch jeden in Sachen Energiewende interessierten Erwachsenen ein. Und Edgar Föniger, Geschäftsführer der Güstrower Stadtwerke, die die Ausstellung unterstützen, wollte den Blick auch auf die Energienetze und das Sparthema lenken. Neben der Energieerzeugung sei eine effiziente Weiterverteilung ein ganz entscheidendes Thema der Gegenwart, so Föniger. Die Stadtwerke würden zunehmend weniger als Versorger, sondern als Entsorger tätig werden, wenn es darum gehe, hier erzeugte erneuerbare Energien weiterzuleiten, dorthin, wo sie gebraucht wird.

Die Kunsthistorikerin Iris Brüdgam kann gut damit umgehen, einmal nicht Kunstgegenstände in der Wollhalle ins rechte Licht gerückt zu haben. Wichtig ist ihr Schulklassen in der Städtischen Galerie zu locken. Diesen empfiehlt sie sich anzumelden. Lehrer könnten sich vorab Begleitmaterial mit konkreten Aufgabenstellungen ab der Klassen 7 oder 9 abholen. „Wir geben eine Einführung, die Schüler arbeiten in Gruppen“, berichtet Iris Brüdgam. Die Unterrichtsstunde könnte mit einem Abschlussgespräch enden, schlägt sie weiter vor. Es bestehe auch die Möglichkeit, die Unterlangen erst vor Ort in Empfang zu nehmen. Natürlich könnten auch Gruppen ohne Anmeldung kommen und auf sich allein gestellt mitmachen und entdecken. Jedem Einzelbesucher werde ein Handzettel gereicht, der die Ausstellung und den Umgang damit kurz erklärt. Zu sehen ist das „Zukunftsprojekt Energiewende“ bis zum 17. Juni.

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