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Schwann : Verkehr rollt wieder über die Warnow

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Leiter des Straßenbauamtes Güstrow gibt grünes Licht / Bau einer neuen Brücke in Schwaan läuft besser als bisher geplant

Das sportliche Schwaan kann wieder mit dem Auto über die Warnow rollen, gibt Ronald Normann einen Ausblick auf das kommenden Wochenende. Seit gestern darf der Verkehr wieder über die Behelfsbrücke der Warnow fahren. Abgeschlossen sind die Bauarbeiten an der Flussüberquerung im Herzen Schwaans damit noch lange nicht. „Wir sind momentan etwa bei 15 Prozent“, erklärt der Leiter des Straßenbauamtes Güstrow.

Bisher wurden Teile der alten Brücke entfernt. Dafür war unter anderem der 500-Tonnen-Kran notwendig. Dieser große Metallkoloss ist nun wieder abgereist. Aber in einigen Monaten werde er noch einmal nach Schwaan transportiert. „Wir brauchen diesen Kran erneut, wenn die großen Brückenteile für die neue Warnowbrücke angeliefert werden. Denn nur mit der entsprechenden Technik können sie ihren Platz bekommen“, erklärt Ronald Normann. Anfang nächsten Jahres müssen die Schwaaner wieder auf das Fahrrad zurückgreifen oder den Fußweg wählen. „Für diese Zeit müssen wir die Behelfsbrücke nochmal für etwa drei Wochen sperren“, ergänzt der Straßenbauamtsleiter.

Die Teile für die neue Brücke kommen in diesem Fall nicht auf dem Wasserweg. „Das wäre durchaus praktisch gewesen, auf entsprechenden Pontons hätten die Elemente eingezogen werden können. Aber hier mit der Warnow und dem Naturschutzgebiet: keine Chance“, erklärt Normann kopfschüttelnd. Und so müsse man die riesigen Elemente durch die Stadt bis an die Baustelle zirkeln. „Aber wenn sie es von Ungarn erst einmal bis an die Schwaaner Stadtgrenze geschafft haben, dann wird das auch auf den letzten Metern gut gehen“, ist Ronald Normann fest überzeugt. Auf die Frage, warum die Brückenelemente gerade aus Ungarn kommen, sagt der Straßenbauamtschef lediglich: „Das ist eben eine europäische Baustelle!“ Schließlich habe Normann nicht selbst über die beteiligten Firmen entschieden – es wurde ausgeschrieben. Und so mag in Ungarn eventuell der Stahl günstiger sein und sicher auch der Arbeitslohn deutlich unter dem in der Region liegen, spekulieren Männer auf der Baustelle. Die Arbeit liege zwar gut im Plan, wie Normann meint, müsse aber gemacht werden.

In den nächsten Tagen wird an den Bewehrungen gearbeitet. „Das wird laut, muss aber sein. Wir können hier kein altes Material lassen. Das ist alles porös und würde den neuen Belastungen nicht standhalten“, betont der Straßenbauamts-Chef. Immerhin werde die neue Brücke für die nächsten 100 Jahre gebaut.

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