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Rostocker Chaussee : Verkehr rollt hier ab heute wieder

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Am Nachmittag Freigabe der Rostocker Chaussee / Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen

Von einer „ganz normalen“ Baustelle spricht Ronald Normann, blickt er auf die Rostocker Chaussee. Für die Güstrower dagegen, das ist dem Leiter des Straßenbauamtes in Klueß bewusst, war die Generalüberholung der Nordzufahrt in die Barlachstadt schon etwas Besonderes. Heute Nachmittag, so gegen 14.30 Uhr, soll der Verkehr wieder in beide Richtungen rollen.

Rund 16 Monate mussten Güstrower, Einpendler, Besucher und Durchfahrende in der Nordstadt mit Umleitungen leben. Praktisch die gesamte Bundesstraße 103 wurde zwischen Ortseinfahrt und Liebnitzbrücke komplett erneuert: 1650 Meter. Einher ging der Straßenbau mit der Erneuerung aller Ver- und Entsorgungsleitungen unter der Erde. Das Ergebnis ist ein durchgängiger Straßenzug, flankiert von neuen Fuß- und Radwegen, eingeschlossen sämtliche Zufahrten und Nebenanlagen. Alles wird heute noch nicht fertig sein, noch sind Wege zu pflastern und Bankette herzurichten. Auch die Grüne Welle wird noch nicht rollen können. „Das bedarf einer Testphase, die drei bis vier Monate andauern kann, bis alles einjustiert ist“, erklärt Normann.

Dennoch: Drei Monate früher als im ursprünglichen Bauablauf darf heute der Verkehr zwischen Trendelenburgallee und Prahmstraße wieder in beide Richtungen durchrollen. Der fehlende Winter spielte den Bauarbeitern und Planern dabei natürlich in die Karten. Normann lobt aber auch ausdrücklich die ausführende Firma. Wo oft genug das Geldverdienen im Vordergrund stehe, habe man hier eine „exzellente Baufirma gefunden“, die kontinuierlich durchgearbeitet habe. Als „sehr gut und unkompliziert“ charakterisiert der Straßenbauamtsleiter zudem das Zusammenwirken mit den Stadtwerken, die den Hauptpart unter der Erde zu leisten hatten. Normann: „Alle Auftraggeber haben an einem Strang gezogen.“

Dennoch habe es auch ein, zwei kritische Momente gegeben, die den Zeitplan hätten ins Wanken bringen können. Fund und Sprengung von Munition etwa ging glimpflich aus, da hätte es durchaus auch – Normann führt das Beispiel Gnoien an – monatelange Verzögerung geben können. Oder als die Stadtwerke für die neue Trinkwasserleitung zunächst keine Freigabe erhielten. Rasch sei eine Lösung gefunden worden, und die knapp dreiwöchige Verzögerung fiel am Ende nicht ins Gewicht.

Natürlich, wo gebaut wird gibt es Ärgernisse. Anwohner sind betroffen. Jene in den Nebenstraßen ebenfalls, wenn findige Autofahrer Schleichwege auskundschaften. Mitunter die Existenz bedroht für Gewerbetreibende, wenn Kundschaft nicht rankommt oder Umwege nicht fahren mag. Ronald Normann: „Damit leben wir. Wir versuchen immer die Folgen abzumildern. Es gibt aber kein Bauvorhaben, das ohne Beschwerden abgeht.“ Die Planungen wären immer ein Spagat: Möglichst wenig Behinderung verursachen, und das darf auch nicht zu viel kosten. Jetzt, kurz vor dem Abschluss des großen 8-Millionen-Projektes, ist Normann mit dem Ablauf „insgesamt sehr zufrieden“. Die Stadt habe auf die Probleme stets schnell und gut reagiert.

70 bis 90 Jahre gibt der Straßenbauamtsleiter dem neuen Unterbau und allem, was drin liegt. 16…17 Jahre, meint er, sollte die Deckschicht halten, bis sie mal wieder abgefräst und neu aufgetragen werden müsste.

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