Taubenirrflug : Verirrte Brieftaube schneller wieder in Diekhof als das Auto

Die Ringe geben Auskunft.   Fotos: E. Rosentreter (2)
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Die Ringe geben Auskunft. Fotos: E. Rosentreter (2)

Züchter verirrter Taube gefunden

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12. August 2015, 06:00 Uhr

Die Überraschung war groß, als Klaus Müller am Montagnachmittag nach seinem Besuch in der SVZ-Lokalredaktion wieder zu Hause eintraf: „Seine“ Taube war schon da! „Die war schneller als ich mit dem Auto!“, wundert sich der Diekhofer über den Fitnesszustand wie auch über den Orientierungssinn des Tieres, das den Weg von Güstrow nach Diekhof ja nur aus einer Autofahrt kenne. Eigentlich war seine Hoffnung, dass der Vogel von Güstrow aus zu sich nach Hause findet. Doch diese Hoffnung trog.

Die offensichtliche Brieftaube war ihm vorige Woche zugeflogen, kehrte aber, nachdem Klaus Müller sie mit Futter versorgte, jedes Mal nach dem morgendlichen Ausfliegen abends wieder in den Müller-Stall nach Diekhof zurück.

Inzwischen meldete sich unsere Leserin Petra Schild in der Redaktion und verwies, nachdem sie unseren Beitrag über den sich sonderbar verhaltenden Vogel las, auf die Ringe, die das Tier trägt. „Einfach mal raufschauen: Da muss neben der Nummer der Taube auch die Telefonnummer des Züchters draufstehen.“

Diese Ringe hat Herr Müller denn auch genauer unter die Lupe genommen, die von ihm vorher übersehene Telefonnummer entdeckt und tatsächlich in der Nähe von Greifswald den Züchter erreicht. Der erklärte, sein Tierchen sei vor einer Woche bei Tribsees gemeinsam mit anderen Brieftauben gestartet und wohl irrtümlich mit jenen mitgeflogen, deren Ziel Hamburg war. Unterwegs muss dem Vogel dann wohl in den Sinn gekommen sein, dass er mit der westlichen Richtung völlig falsch liegt – und kam, vielleicht schon etwas erschöpft, bei Diekhof in Klaus Müllers Schuppen runter… Der ist froh, dass der Züchter das inzwischen fast schon liebgewonnenes Tier wieder abholen will: „Die macht ja auch Dreck.“

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