Volkstrauertag in Güstrow : „Vergesst die Toten nicht“

Gedenken: Bürgermeister Arne Schuldt und Stadtpräsident Torsten Renz (r.) legten zum gestrigen Volkstrauertag einen Kranz der Stadt an der Kriegsgräberanlage des Zweiten Weltkriegs auf dem Güstrower Friedhof nieder.
Gedenken: Bürgermeister Arne Schuldt und Stadtpräsident Torsten Renz (r.) legten zum gestrigen Volkstrauertag einen Kranz der Stadt an der Kriegsgräberanlage des Zweiten Weltkriegs auf dem Güstrower Friedhof nieder.

Gedenken zum Volkstrauertag auf Güstrower Friedhof / Bürgermeister fordert, richtige Lehren aus Vergangenheit zu ziehen

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16. November 2015, 06:00 Uhr

Würdevolles Gedenken gestern am Volkstrauertag auf dem Güstrower Friedhof. Bürgermeister Arne Schuldt und Stadtpräsident Torsten Renz legten einen Kranz an der Kriegsgräberanlage für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs nieder. „Wir wenden an diesem Tag unsere Gedanken zurück, vergewissern uns der Geschichte des 20. Jahrhunderts und gedenken der Opfer, die Kriege und Gewaltherrschaft forderten“, sagte Schuldt zuvor in seiner bewegenden Gedenkrede. Der Bürgermeister zitierte das Gelöbnis der Kriegsgeneration und unterstrich, dass wir auch heute dieses Gelöbnis erfüllen müssen: „Vergesst die Toten nicht, erhaltet ihre Gräber und auch ihre Namen – es sind Millionen. Erinnert euch daran, wie es zu diesem Unheil kommen konnte und setzt euch dafür ein, dass sich Derartiges nicht wiederholen kann.“

Auf dem Gräberfeld der Gefallenen des Zeiten Weltkrieges auf dem Güstrower Friedhof gibt es 201 Einzelgräber und drei Massengräber mit unbekannten Toten. Schuldt rief gestern aber auch die weiteren Kriegsgräberanlagen auf dem Friedhof ins Gedächtnis: so eine Anlage mit Einzelgräbern auf der 42 Zivilisten bestattet sind und eine zum Gedenken an 200 unbekannte ausländische Gefallene, zu deren Ehren ein schwarzer Obelisk errichtet wurde. Und noch eine dritte Gräberanlage für ca. 500 zivile Opfer, die den Freitod nach dem Einmarsch der Roten Armee gewählt haben.

Schuldt schlug auch den Bogen zur aktuellen Situation und zu den Kriegen in Syrien und in Afghanistan. „Die Flüchtlingsströme, die uns in Güstrow erreicht haben, kommen aus Ländern, in denen auch deutsche Soldaten ihr Leben gelassen haben, aus Ländern, deren Soldaten bei uns in Güstrow ihre letzte Ruhestätte gefunden haben“, so der Güstrower Bürgermeister. „Es ist höchste Zeit, aus der Vergangenheit die richtigen Lehren zu ziehen.“  

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