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Vereine in der Region : Verein bündelt Aktivitäten in Gemeinde

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Vereine in der Region“: Verein Recknitz-Niederung gründete sich vor einem Jahr und hat viele Projekte auf der Liste

svz.de von
erstellt am 19.Jul.2015 | 21:00 Uhr

Der Start des Vereins Recknitz-Niederung war ein bisschen holprig, gibt der Vorsitzende Detlef Uhl unumwunden zu. Anfang Mai des vergangenen Jahres fanden sich zwölf Interessenten zur Vereinsgründung zusammen, aber erst Ende Oktober wurde die Geschäftsfähigkeit erreicht. Dazwischen lagen Gespräche mit Vertretern des Finanzamtes und eine Überarbeitung der Satzung. Knackpunkt war die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt. „Wir haben in diesem knappen halben Jahr gelernt, dass eine Tätigkeit für die Gemeinschaft nicht gleich Gemeinnützigkeit ist“, sagt Uhl. Anliegen des Vereins sei es, Aktivitäten in der Gemeinde zu bündeln und auf vielfältige Weise organisatorisch, finanziell und materiell zu unterstützen.

Eine über Jahre geführte Aktion hatte schließlich zur Idee einer Vereinsgründung geführt. „In der Gemeinde gab es eine Gulaschkanone. Einige Einwohner haben sie flott gemacht und zweimal im Jahr einen Eintopf darin zubereitet“, erinnert sich Uhl. Den gab es dann bei einem kleinen Fest hinter dem Feuerwehrhaus. Inzwischen hat die Gemeinde die Gulaschkanone veräußert, aber der Verein hat sich gegründet und bereits erste Aktivitäten gestartet. So wurden die Spielgeräte auf dem Kinderspielplatz gestrichen. Ein neues Gerät und eine Sitzgelegenheit sind bestellt. Auch organisierte der Verein die ersten beiden Informationsveranstaltungen. Dabei ging es um den Schutz älterer Bürger vor Betrügereien und um Fragen zum Führerschein und zu Änderungen im Straßenverkehr. Auf dem Zettel stehen noch Info-Nachmittage zu Patientenverfügungen, Erbrecht, Pflege, altersgerechtes oder betreutes Wohnen sowie zu neuen Bestattungsformen.

„Für Kinder und ältere Bürger ist uns schon einiges eingefallen, aber wir wollen auch die Jugendlichen erreichen“, sagt Uhl. Außerdem soll die Tätigkeit auf alle Ortsteile der Gemeinde Plaaz ausgeweitet werden. Spoitgendorf sei der Anfang.


Eine Ruhe-Insel zum Verweilen


Naturgemäß ist bei einem so jungen Verein die Liste der Projekte lang. Ein weiteres Vorhaben soll über den Sommer realisiert werden. Geplant ist, hinter dem Feuerwehrhaus eine Art Ruhe-Insel für ältere Bürger einzurichten. Bänke, Sträucher, eventuell ein Hochbeet sollen Gemütlichkeit herstellen. Und wer weiß, vielleicht entsteht so auch ein Treffpunkt für die Jugend. Zudem böte sich Fahrradfahrern, die auf der Internationalen Radfernroute Berlin – Kopenhagen den Ort passieren, auch eine Rastmöglichkeit, denkt Uhl schon ein bisschen weiter. In den Blick genommen hat der Verein auch die ehemalige Schmiede in Recknitz. In einem noch freien Raum könne man eine Lesestube einrichten, schlägt Uhl vor. „Und natürlich wollen wir auch etwas über Uwe Johnson in Erfahrung bringen, der als Elfjähriger in den letzten Kriegstagen zu Verwandten nach Recknitz gekommen war“, sagt Uhl.


Projekte: Chronik und Radsportveranstaltung


Die Arbeit an einer Gesamtchronik für die Gemeinde, die Organisation einer Radsportveranstaltung „Rund um Plaaz“ sowie die Gestaltung und den Unterhalt weiterer Spielplätze im Gemeindebereich stehen ebenfalls auf der Vorhaben-Liste. Gern würde der Verein das ehemalige Feuerwehrgebäude in Spoitgendorf erwerben oder pachten. Im Moment teile man sich das Haus noch mit der Jugendfeuerwehr Plaaz und dem Feuerwehr-Förderverein.

Seit der Gründung ist der Verein um drei Mitglieder gewachsen. Detlef Uhl hofft auf noch mehr Zuspruch. „Je mehr Mitglieder sich einbringen, um so mehr können wir für unsere Gemeinde erreichen“, ist er überzeugt. Und er weiß, dass Projekte, die funktionieren und allen zugute kommen, das beste Argumente für Zuwachs im Verein sind.

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