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SVZ-Vereinsserie : Verein bereichert Leben im Dorf

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Heute der Goldewiner Kulturtreff: Frühlingsfeuer und Pflanzentauschbörse am Wochenende.

Der Goldewiner Kulturtreff startet am Wochenende erstmals in diesem Jahr richtig durch. Sonnabend ab 19 Uhr will der Verein auf dem Sportplatz hinter seinem Vereinshaus mit einem Frühlingsfeuer dem noch nicht ganz entwichenen Winter endgültig die Harke zeigen. Sonntag folgt an gleicher Stelle von 14 bis 16 Uhr mit der traditionellen Pflanzentauschbörse und dem Handwerkermarkt, Teil 2, eines ereignisreichen Wochenendes.

Vereinsmitglied Hannelore Hinrichs: „Jeder, der Pflanzen übrig hat, bringt sie mit, und bietet sie an. Braucht er etwas, schaut er sich an anderen Ständen um. Meistens wird man fündig.“ Außerdem entwickle sich die Börse auch immer zu einem Erfahrungsaustausch, weiß Vereinsvorsitzende Annett Kempa. Doreen Salzmann, bei der Vereinsgründung 2007 zur ersten Vorsitzenden gewählt, ergänzt: „Wir sind mit den Besuchern immer in gemütlicher Runde beisammen. Im wahrsten Sinne des Mottos der Tauschbörse wächst hier etwas immer mehr zusammen.“ Ein Übriges tragen die leckeren Kuchen bei, die von Vereinsmitgliedern gebacken werden.


Frauentreff 14-täglich am Montag


Die 19 Mitglieder stellen aber noch weitere Veranstaltungen auf die Beine. Dazu gehört seit zwei Jahren das Osterfeuer. Herbstfest sowie Herbst- und Handwerkermarkt sind am 3. Oktober geplant. Alle 14 Tage gibt es montags von 14 bis 17 Uhr den Frauentreff. Hannelore Hinrichs knüpft die Fäden. „Er ist ihr Baby“, meint Annett Kempa. „Wir spielen Karten, essen Eis, unterhalten uns natürlich viel und gehen auch auf Reisen“, erzählt Hannelore Hinrichs.

Sechsmal gab es seit der Vereinsgründung den Goldewiner Familientag. „Das ist unser Dorffest“, erklärt Doreen Salzmann. Bisher lud der Verein immer am Himmelfahrtstag ein. „Dieses Mal machen wir aber eine Pause. Auch weil wir mit einem Sommerfest vielleicht was Neues ausprobieren wollen. Das ist aber noch nicht entschieden“, berichtet Doreen Salzmann weiter.

Der Verein versucht damit auf eine Tendenz zu reagieren. Annett Kempa: „Wir haben zwar viele auswärtige Besucher, aber die Resonanz aus dem Dorf lässt zu wünschen übrig.“ Trotzdem gilt, was Hannelore Hinrichs auf den Punkt bringt: „Der Verein hat sich gegründet, um das Dorfleben zu bereichern und die Leute aus dem Haus zu locken. Das ist weiter unser Ziel.“ Zu denen, die diese Aufgabe 2007 anpackten, gehörten Ingelore Briese, Hannelore und Bürgermeister Hans-Georg Hinrichs, Doreen Salzmann, Mandy und Olaf Schneider und Manfred Schlesiger. Ebenso die Ehrenmitglieder Gabriele und Manfred Luchs sowie Manuela und Marco Wiechert. Beide Paare wohnen aber nicht mehr in Goldewin. Allerdings ist mit Tochter Jessica wieder eine Luchs im Verein. Ein Jahr später stieß Annett Kempa dazu. Ihr Mann Hubert sowie Ulrich Salzmann gehörten zu den fleißigen Helfern, die bei der Sanierung des Vereinshauses, dem ehemaligen „Dörpkraug“ halfen, das der Verein seit 2008 bewirtschaftet. Zuvor hatte das Gebäude an der Dorfstraße jahrelang leer gestanden, nachdem der letzte Gaststätten-Pächter aufgehört hatte.

„Das war im Übrigen der Umstand, der letztlich zur Gründung des Vereins führte. Das Haus sollte wieder genutzt werden. Das bot sich über einen Verein an“, berichtet Doreen Salzmann. Das hieß allerdings viel Arbeit. Die Gemeinde – ihr gehören das Gebäude und der Sportplatz dahinter - leitete und bezahlte die Sanierung. Der Verein half, wo er konnte. Eine Küche und ein Tresen wurden eingebaut. Bald war das Haus nicht mehr wieder zu erkennen.


Familien, Schule und Kita nutzen Vereinshaus


Der Erfolg stellte sich schnell ein. Nicht nur die eigenen Veranstaltungen machten sich dort gut. Nein, es sprach sich herum, dass man hier gut unterkommen und Familienfeiern ausrichten kann. Auch die Volkssolidarität nutzt das Haus. Die Lüssower Kita „De lütten Landlüüd“ veranstaltet hier ihr Weihnachtssingen. Traditionell findet im Vereinshaus auch seit Jahren die Einschulung für die Lüssower Schule statt. „Das Besondere an dem Saal ist die Bühne“, berichtet Doreen Salzmann. Ideen gibt es für weitere Gestaltungen. Eine zweite Küche mit einer großen Spüle wäre gut, denkt Annett Kempa laut nach. Dann wären vielleicht wie früher wieder Ferienveranstaltungen für Kinder im Haus möglich.

Weil viel Einsatz und Arbeit in der Freizeit notwendig sind, gönnen sich die Vereinsmitglieder auch etwas. Annett Kempa: „Wir waren Kegeln, sind gemeinsam Essen gegangen und organisieren uns eine Weihnachtsfeier, auf der uns unsere Kinder immer spontan etwas aufführen.“ Ein Ausflug wird vermutlich dieses Jahr auf den Dobbertiner See führen. Die Vereinsmitglieder haben sich das verdient.


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