Gefährlicher Schulweg : Vater fordert Gehweg in Breesen

Andreas Lüth (r.) hat Unterschriften für einen Radweg an der B 108 gesammelt. Helmut Precht hat ihn dabei unterstützt. Da ein Radweg noch auf sich warten lässt, fordert er einen Gehweg. Auf dem Foto hinter ihm sei Platz dafür.
Andreas Lüth (r.) hat Unterschriften für einen Radweg an der B 108 gesammelt. Helmut Precht hat ihn dabei unterstützt. Da ein Radweg noch auf sich warten lässt, fordert er einen Gehweg. Auf dem Foto hinter ihm sei Platz dafür.

Weg zur Bushaltestelle für Schüler viel zu gefährlich- Nicht länger auf einen Radweg an der B 108 warten

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21. März 2014, 06:00 Uhr

„Es ist der gefährlichste Schulweg in Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Andreas Lüth und meint damit die B 108 in Breesen. Seine Tochter kommt im Sommer zur Schule. Dem Vater graut davor. Allein könne man das Kind nicht entlang der Bundesstraße zur Bushaltestelle schicken. „Wir brauchen einen Gehweg und zwar jetzt“, fordert Andreas Lüth.

Lange, lange habe man darauf gehofft, dass mit dem Ausbau der B 108 parallel dazu ein Radweg gebaut werde. Als nun mit dem Arbeiten begonnen wurde, war klar, dass es einen solchen Weg nicht geben wird, nicht jetzt. Dafür will die Stadt nun aber versuchen über ein Bodenordnungsverfahren (BOV), das für Breesen, Jahmen, Schweez und Subzin in Aussicht gestellt ist, an die gewünschte Trasse für Radler zu kommen (SVZ berichtete). Das, so fürchtet Andreas Lüth, wird viel zu lange dauern. „Seit 24 Jahren warten wir auf einen Gehweg im Dorf“, betont der Breesener. Man habe 1112 Unterschriften gesammelt, um der Forderung nach einem sicheren Weg für Radler und Fußgänger mehr Gewicht zu geben. Wer in Breesen zu Bushaltestelle gehe, müsse durchs Gas am Straßenrand. Mit nassen Füßen müsse man morgens immer rechnen, denn nur dreimal im Jahr würden die Randstreifen gemäht werden, berichtet Andreas Lüth. Er macht auf der linken Seite Richtung Laage Platz für einen Gehweg aus. „Der wäre wohl wichtiger als der Ausbau des Denkmalsweges in Laage“, sagt der Breesener und meint, dass das Geld besser in dem durch die Bundesstraße völlig zerrissenen Dorf eingesetzt werden sollte.


Stadt hält an Radwegbau fest


„Wenn wir jetzt einen Gehweg bauen, können wir uns einen Radweg nicht mehr leisten“, stellt Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst fest und begründet dies damit, dass die Stadt einen Großteil der Kosten selbst tragen müsse. Sie vertraut darauf, dass Ende des Jahres ein BOV eröffnet werden kann. Über dieses Verfahren werde die Stadt versuchen in den Besitz der Flächen entlang der Bundesstraße zu kommen. „Ich weiß von Landwirten, dass sie noch nie gefragt wurden, ob sie Land für einen Radweg hergeben würden, auch, dass sie durchaus zu einem Flächentausch bereit wären“, berichtet Laages Bürgermeisterin. Wann ein Radweg an der B 108 gebaut werden könne, sei schwer zu sagen, mit Sicherheit, so Lochner-Borst, aber vor 2024. Für dieses Jahr hat das Straßenbauamt einen Radweg an der B 108 im Plan.

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