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Gaserzeuger Nawaro : US-Know-how in Güstrower Anlage

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nawaro investiert in neue Verdichteranlagen. Amerikanische Firma liefert, Stralsunder Unternehmen baut ein und wartet

von
erstellt am 17.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Höllischer Lärm empfängt die Besucher in der Gaserzeugung bei Nawaro. Mit einem symbolischen Knopfdruck hatten zuvor Richard T. Yoneoka, US-amerikanischer Generalkonsul für Norddeutschland, und Dieter Rabe die neuen Drehschieberverdichter für die Gaserzeugung in Gang gesetzt. Der Lärm, wie aus einem Jet, bestätigt ihnen: Die Anlage läuft!

Erst fünf Monate ist es her, dass der Bioenergiepark vor Güstrows Toren einen neuen Dienstleister suchte, der in dem Unternehmen den raschen Austausch von vier der fünf Verdichteranlagen vornimmt und für die Wartung der technischen Großgeräte einspringt. Der bisherige Partner, der für Nawaro diese Anlagen betreute, hatte das nicht mehr leisten können. Den sechsstelligen Auftrag ergatterte die Stralsunder PEHA Reparatur und Anlagen GmbH. „Bei einem Gespräch im März hatte ich ein Gespräch mit dem amerikanischen Generalkonsul Yoneoka, der den Kontakt zu der Firma Ro-Flo Compressors aus der Nähe von Chicago vermittelte“, berichtete PEHA-Geschäftsführer Rabe. Das für den Austausch zur Verfügung stehende Zeitfenster sei sehr eng gewesen. Jetzt laufe die Anlage, termingerecht. Rabe freut sich diebisch über den Coup mit dem Amerikanern: „Das zeigt, wenn wir guten Willens sind und an einem Strang ziehen, können wir viel erreichen.“ Generalkonsul Yoneoka pflichtet bei: „Es freut mich sehr, dass bei der Reparatur und Wartung der Anlage in amerikanische Technologie und Know-how investiert wurde. Der deutsch-amerikanische Handel und die gegenseitigen Investitionen öffnen immer neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und zur Entwicklung neuer Produkte und Innovationen. Auf diesen Erfolgen müssen wir aufbauen und es freut mich sehr, dass die weltgrößte Bioenergie-Anlage hier in Güstrow einen wichtigen Beitrag dazu leistet.“

Seit 2009 ist der Nawaro-Bioenergiepark bei Strenz in Betrieb. Er versorgt rund 55  000 Haushalte rund um die Uhr mit Strom und Wärme und gilt als größter europa- und wahrscheinlich auch weltweit seiner Art. Jährlich werden hier aus 380  000 Tonnen Biomasse 45 Millionen Kubikmeter Bio-Erdgas fermentiert.

Die Verdichter sind ein Kernbauteil bei der Vorbereitung des Biogases zur Einspeisung in das Erdgasnetz. Deren Austausch ist wegen Verschleißes erforderlich. Die neuen, versichert Dieter Rabe, würden zudem länger laufen können.

 

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