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Mühl Rosin : Urgestein der Feuerwehr für Lebenswerk geehrt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Hans-Heinrich Rieck gründete die Freiwillige Feuerwehr Bölkow und war bis 1992 Wehrführer.

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Er ist das Urgestein der Freiwilligen Feuerwehr Bölkow: Hans-Heinrich Rieck. Dem heute 87-Jährigen ist es zu verdanken, dass die Gemeinde Mühl Rosin überhaupt eine Feuerwehr hat. Rieck gehörte 1963 zu den Gründungsvätern der Feuerwehr Bölkow und wurde auch ihre erster Wehrleiter. Bis 1992 bekleidete er diesen wichtigen Posten. Grund genug für die Gemeinde Mühl Rosin, das Lebenswerk von Hans-Heinrich Rieck besonders zu ehren. „Die Feuerwehr ist sein Leben“, sagt Bürgermeister Ulrich Blau. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde wurde der Bölkower Kamerad für sein lebenslanges, unermüdliches Engagement geehrt.

Bis 1963 existierte in der Gemeinde am Inselsee nur eine Bauernwehr. Die wurde mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Bölkow für Bölkow, Koitendorf, Mühl Rosin und Kirch Rosin abgelöst. „Mit großem Engagement, mit seinen Erfahrungen und Kenntnissen und mit großer Stimme gegenüber Behörden und Betrieben sicherte Wehrleiter Hans-Heinrich Rieck die Einsatzbereitschaft“, so der Bürgermeister. „Gut, dass Hans Rieck auch heute noch so eng mit der Feuerwehr verbunden ist und in fast dreijähriger Aufarbeitung der Geschichte unserer Wehr eine geschlossene Dokumentation übergeben hat.“ Drei große Ordner hat Rieck zur Geschichte der Wehr zusammengetragen. Die Chronikgruppe des Gemeinde wolle sich jetzt an die Auswertung und Aufarbeitung machen, informiert Ulrich Blau.

Der Bürgermeister würdigt das Engagement aller Kameraden der Feuerwehr. Es gebe aber auch Probleme. Vor allem spricht Blau die Löschwasserstellen in der Gemeinde an, da die Hydranten nicht für die Nutzung durch die Feuerwehren geeignet seien. „Doch einige dieser Entnahmestellen haben wir im vergangenen Jahr bereits in Angriff genommen“, sagt er. So wurde der Löschteich Am Schaulmeistersoll aufwendig ausgebaggert und eine sichere Entnahmestelle eingerichtet. Kosten: mehr als Über 20 000 Euro. Auf dem Gut Bölkow wurde die Durchlässigkeit der Gräben hergestellt und das Regenwasserrückhaltebecken, das die Löschwasserentnahmestelle ist, gereinigt. In Kirch Rosin wurde mit dem Angelverein Klueß die Entnahmestelle mit der Sanierung eines Steges hergestellt. „Damit haben wir die Wasserprobleme etwas entschärft. Weitere Maßnahmen müssen folgen“, sagt Blau.

Als weiteres Problem für die Feuerwehr sieht der Bürgermeister den Nachwuchs. „Jeder in unserer Gemeinde erwartet, dass unsere Wehr einsatzbereit ist. Dazu gehört auch die gute personelle Ausstattung. Aber es wird vergessen, dass nur Kameraden da sind, wenn es Einwohner gibt, die ihre Freizeit für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung stellen“, ist Blau überzeugt. Um die Reihen zu stärken, bittet er auch die Sportvereine in ihrer Jugendarbeit um Unterstützung für die Feuerwehr. „Es ist dringend notwendig, eine Jugendwehr aufzubauen“, sagt der Bürgermeister.  



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