Kirche Recknitz : Unverhofftes Geld für neues Dach

In Recknitz sollen Kirchenschiff und Chor ein neues Dach erhalten.
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In Recknitz sollen Kirchenschiff und Chor ein neues Dach erhalten.

Sanierung der Kirche in Recknitz wird fortgesetzt. Nicht abgerufene Städtebaufördermittel stehen zur Verfügung.

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17. November 2015, 06:00 Uhr

Die Christen aus Recknitz und den umliegenden Dörfern sind es gewohnt sich in Geduld zu üben. Zuletzt hatte die Erneuerung des Fußbodens im Altarraum der Kirche viel länger als gedacht gedauert. Danach wollte man eigentlich die Innenausmalung erneuern. Seit Jahren sammelt man für das Vorhaben Geld. Recknitz ist keine Patronatskirche, ergo stehen keine staatlichen Gelder für solche Vorhaben zur Verfügung. Nun kommt es doch anders. Das Dach soll im nächsten Jahr erneuert werden. Dafür stehen in einem Sonderfonds des Schweriner Bauministeriums 270 000 Euro bereit.

Es sind Mittel aus der Städtebauförderung, die in diesem Jahr nicht abgerufen wurden, berichtet Thomas Kretschmann. Immer wieder mal könnten solche Gelder für Dorfkirchen in Not eingesetzt werden. Unter der Überschrift „Sanierung der Dächer“ könne diesmal die Recknitzer Kirche von der Sonderförderung profitieren. „Rund 450 000 Euro sind für die Erneuerung der Dächer des Kirchenschiffes und des Chores geplant“, informiert der Pastor der Christophorus-Kirchengememeinde Laage, zu der auch Recknitz gehört. Außerdem habe man bei verschiedenen Stiftungen Anträge auf Unterstützung gestellt. „Wir sind guter Dinge, wenn schon 60 Prozent der Kosten abgedeckt sind, dass dann auch andere unterstützend einsteigen“, denkt Kretschmann.

Wenn die Dachsanierung im nächsten Jahr erfolgt, sollte sich 2017 die zunächst favorisierte Innenausmalung anschließen. Staub und Ruß aus vielen Jahrzehnten – die Kirche wurde einst mit Öfen beheizt – haben die Wände geschwärzt. Danach kann dann endlich der Marienaltar aus dem 15. Jahrhundert wieder in das Recknitzer Gotteshaus zurückkehren. Er befindet sich derzeit in Dresden. Studenten der Kunsthochschule haben ihn restauriert. Der Altar ist schon etwas ganz Besonderes. Üblicherweise verschwanden Marienaltäre nach der Reformation vor 500 Jahren. Der Recknitzer aber hatte einen Platz unter dem riesigen Orgelprospekt bekommen und schlummerte dort eher unbeachtet über die Jahrhunderte.

Nach dem Verkauf des Pfarrhauses in Recknitz ist ein Kirchenanbau inzwischen zur Winterkirche bzw. zu einem Gemeinderaum umgestaltet worden. Jetzt fehle noch eine Toilette. Diese, so informiert Pastor Kretschmann, könne man im Turm unterbringen. Mit den Arbeiten solle möglichst noch in diesem Jahr begonnen werden. Allerdings sei dafür auch noch eine Klärgrube notwendig.

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