Krakow am See : Unverhoffter Geldsegen wird ins Rathaus gesteckt

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Vorschlag für die vorzeitige Ablösung eines Darlehens zur Sanierung des Rathauses

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03. März 2015, 06:00 Uhr

Defizitärer Haushalt, und dennoch nicht wissen, wohin mit knapp 130  000 Euro? Nein, so schräg war die Diskussion in der Krakower Stadtvertretung zum Thema Sondertilgung Darlehen „Rathaus“ denn doch nicht. Und doch musste entschieden werden, wohin exakt 129  989,16 Euro zu stecken wären, Geld, das gar nicht eingeplant war. Und sinnvoll zu verwenden ist, natürlich. Vorschlag der Kämmerei: das Geld für die vorzeitige Ablösung eines Darlehens zur Sanierung des Rathauses einzusetzen.

Aufgetaucht war der unerwartete Geldsegen im vergangenen Sommer bei der Auflösung des Verwalterkontos für die Stadtsanierung bei der Wokra. Bei der Prüfung stellte sich heraus, dass dieses Geld nicht dem Sanierungsträger GOS sondern der Stadt zustehe.

„Mit der Sondertilgung würde sich die mittelfristige Finanzplanung der Stadt jährlich um rund 45  600 Euro verbessern“, begründete die Kämmerei des Amtes ihren Vorschlag zur Sondertilgung. Die frei werdenden Mittel könnte man dann für andere städtische Vorhaben verwenden. So entschieden das schließlich auch die Stadtvertreter einstimmig.

Sarkastischer Kommentar von Nils Ruhnau (CDU), der sich wundern wollte, wo das Geld plötzlich herkommt: „Gibt es vielleicht noch weitere Quellen?“ Doch Bürgermeister Wolfgang Geistert möchte ihm da keine Hoffnung machen: „Da ist mir nichts bekannt.“ Und auch von diesem unerwarteten Geldfluss, über den nun zu befinden war, habe er vor einem Jahr noch nichts gewusst, beteuerte Geistert.

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