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Gewerbegebiet Lalendorf : Unfall mit Säure bei DB Schenker

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Bei Umschlagarbeiten in Lalendorfer Gewerbegebiet zwei Arbeiter verletzt. Unternehmen: Für die Umgebung bestand keine Gefahr.

von
erstellt am 21.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Bei Entladungsarbeiten auf dem Schenker-Gelände in Lalendorf ist am frühen Dienstagmorgen Schwefelsäure ausgetreten. Zwei Mitarbeiter des Unternehmens erlitten dabei leichte Verletzungen. Sie wurden mit Atemwegsreizungen ins Güstrower Krankenhaus gebracht, wo sie sich einem Gesundheitscheck unterziehen mussten.

68 Einsatzkräfte von freiwilligen Feuerwehren und des Gefahrgutzuges Süd des Landkreises Rostock kamen zum Einsatz. Sie sperrten das Gelände weiträumig ab, sicherten den betroffenen Container zunächst mit einer untergestellten Wanne und setzten Bindemittel gegen die ausgetretene Säure ein. Die im Container verbliebenen Reste der Chemikalie wurden abgepumpt. Ein Spezialunternehmen wurde mit der Beräumung der Unfallstelle und der Entsorgung der Rückstände beauftragt. Die um 3.55 Uhr alarmierten Feuerwehren Lalendorf, Wattmannshagen und Gremmelin, der Gefahrgutzug mit den freiwilligen Feuerwehren Güstrow, Krakow am See, Bützow und Langhagen waren mit ihren Hauptkräften bis 7.45 Uhr im Einsatz.

Zu dem Unfall war es kurz vor 4 Uhr gekommen, als ein Mitarbeiter des im Lalendorfer Gewerbegebiet ansässigen Logistikunternehmens DB Schenker auf dem Betriebsgelände einen Container entladen wollte. Dieser war unter anderem mit Schwefelsäure beladen. Laut Frachtpapieren soll es sich um 2500 Liter dieser Flüssigkeit mit mehr als 51 Prozent Säure in zwei Gebinden gehandelt haben. Laut Unternehmen handelte es sich um ein Mittel, das zur Abwasseraufbereitung eingesetzt werde. Bereits beim Öffnen des Containers soll dem Mitarbeiter Flüssigkeit entgegen gelaufen sein, worauf hin er Alarm auslöste. Beim Versuch, die austretende Flüssigkeit zu binden, erlitt ein zu Hilfe geeilter weiterer Mitarbeiter Atemwegsreizungen.

Für die Bevölkerung bestand offenbar keine Gefahr, wie Bürgermeister Reinhard Knaack aus seiner Kenntnis der Situation sagen konnte. Das betonte auch Thorsten Meffert, Leiter Marketing und Unternehmenskommunikation bei DB Schenker Deutschland: „Zu keinem Zeitpunkt.“ Die Mitarbeiter in Lalendorf hätten entsprechend des Notfallplans korrekt gehandelt. Für solche Vorfälle würde das Personal regelmäßig geschult. Was die Ursache für das Leck war, werde im Unternehmen derzeit untersucht. Meffert erklärt, dass Gefahrguttransporte einen nur geringen Anteil des Gesamtumschlags in Lalendorf ausmachten. Da sich der Vorfall auf einer befestigten Fläche zugetragen hat, wären weitere Schäden auf dem Gelände nicht zu erwarten.

Zum Prozedere bei der Aufarbeitung solcher Vorfälle gehören auch kriminaltechnische Untersuchungen. Mit vier Streifenwagen riegelten Polizeibeamte das Areal weiträumig ab, der Kriminaldauerdienst nahm Ermittlungen auf, ob Verantwortliche möglicherweise ihre Sorgfaltspflichten verletzt hätten. Gegen 9.15 Uhr waren die Beamten mit ihrer Arbeit vor Ort fertig. Eine gute Stunde später konnten am Dienstagvormittag Kameraden der Lalendorfer Wehr, die für den Bedarfsfall weitere Hilfeleistungen den Ort noch abgesichert hatten, als letzte der eingesetzten Kräfte vom Einsatzort abrücken.

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