Unfall aufgeklärt - Oase öffnet wieder

<fettakgl>Bedrohliches  Bild: </fettakgl>Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten und evakuierte Badegäste  vor der Oase <foto>Jens Griesbach</foto>
Bedrohliches Bild: Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten und evakuierte Badegäste vor der Oase Jens Griesbach

svz.de von
14. Juni 2012, 06:41 Uhr

Güstrow | Nach dem bisher schwersten Unfall in der Güstrower Oase mit 13 Verletzten am 26. Mai steht die Ursache seit gestern endgültig fest: Laut Edgar Föniger, Geschäftsführer der Stadtwerke Güstrow und Oase-Chef, handelte es sich an dem Unglückstag um eine Konzentration und Ausgasung von Chlor im Wasserkreislauf der Rutsche in der Oase. "Hier kam es zu einer Verkettung technischer Fehler", sagte Föniger gestern auf SVZ-Nachfrage. Nahezu den ganzen Tag war er gestern mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales sowie einem Sachverständigen in dem Güstrower Erlebnisbad vor Ort. Um 16 Uhr stand dann endgültig fest: "Alle Fehler sind lückenlos ermittelt. Am Sonnabend ab 10 Uhr kann die Oase wiedereröffnen", so Föniger. Das Landesamt gab dazu die Freigabe.

Die große Rutsche, bisher eine der Attraktionen des Bades, bleibt jedoch geschlossen. "Damit haben wir den Fehler und die Ursache für den Unfall eliminiert", sagt Edgar Föniger. Er ist froh, das Bad endlich wieder öffnen zu können. "Allerdings haben wir seit der Schließung hohe Verluste eingefahren", ergänzt der Oase-Chef ohne diese näher zu beziffern.

Nach dem Unfall vor drei Wochen hatten sich die zuständigen Behörden eingeschaltet und intensiv die möglichen Ursachen und alle Systeme untersucht. Nach umfangreichen Testläufen, die einige Zeit in Anspruch nahmen, stand dann schließlich fest, dass die Ursache der Betriebskreislauf der Rutsche war.

Der Chlorgas-Unfall in der Oase hatte am 26. Mai einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten in Güstrow ausgelöst. 42 Kameraden der Feuerwehr, darunter auch der Gefahrgutzug des Landkreises aus Krakow am See, und 35 Rettungskräfte waren vor Ort. 54 Badegäste sowie Mitarbeiter der Oase mussten aus dem Bad evakuiert werden. Zehn Kinder und drei Erwachsene kamen mit Atemwegsreizungen ins KMG-Klinikum. Sie konnten jedoch schon einen Tag später wieder entlassen werden.

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