Grundschule Mühl Rosin : Und plötzlich wird Mathe zum Lieblingsfach

Freude bei den Grundschülern in Mühl Rosin und ebenso bei Christoph Martin Schmidt, Frauke Hillenberg, Claudia Maria Ammann und Bettina Korn (Mitte v.l.)
Freude bei den Grundschülern in Mühl Rosin und ebenso bei Christoph Martin Schmidt, Frauke Hillenberg, Claudia Maria Ammann und Bettina Korn (Mitte v.l.)

Die Schule Mühl Rosin ist Preisträger für das Projekt „Das soll Mathe sein?“ mit der Bildhauerin Claudia Maria Ammann.

svz.de von
06. März 2018, 05:00 Uhr

Freude an der Grundschule in Mühl Rosin. Für ihre Projektidee „Das soll Mathe sein? Dann ist es mein Lieblingsfach!“ wurde die Schule jetzt gemeinsam mit der Bildhauerin Claudia Maria Ammann aus Benzin als Preisträger benannt. Auf dem „Marktplatz Kultur und Schule“, der von der Fachstelle Kulturelle Bildung in MV im Güstrower Kinder-Jugend-Kunsthaus organisiert wurde, hatten sich im vergangenen Jahr Lehrerin Frauke Hillmann und Künstlerin Claudia Maria Ammann mit dem Projekt beworben. Gestern wurden die Preisträger, die sich über ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro freuen können, vor Ort in Mühl Rosin ausgezeichnet. Die Lehrer setzten sich anschließend mit der Bildhauerin zusammen, um über Details des etwa viertägigen Projektes zu sprechen.

„Es geht uns darum, dass sich aus der Zusammenarbeit eines solchen Projektes weitere Möglichkeiten von Kooperationen ergeben“, sagt Christoph Martin Schmidt von der Fachstelle Kulturelle Bildung in MV. Darum werden alljährlich mit verschiedenen Partnern an unterschiedlichen Orten diese Marktplätze organisiert. Akteure aus Schule, Kultur und Verwaltung entwickeln dort jeweils Projekte. Von den 35 auf den Marktplätzen direkt abgeschlossenen Interessenbekundungen wurden 18 Projekte schließlich zur Preisvergabe eingereicht. Neun Projekte waren es allein in Güstrow.

„Es war gar nicht so einfach, diese Projektideen zu bewerten“, sagt Bettina Korn, die als Koordiantorin des Kunsthauses Güstrow erstmalig zur Jury gehörte. Viele seien preiswürdig gewesen. Doch letztlich hat das Projekt von Claudia Maria Ammann überzeugt. Sie hat ein Spiel kreiert, mit dem Kinder sich den Zugang zum Fach Mathematik auf unterschiedliche Weise erobern. Mit Hölzern verschiedener Größen in dem „Quoai“ genannten Spiel können sich die Kinder ganz nach eigenem Belieben dem Einmaleins nähern. „Es ist ein visuelles, greifbares Spiel, das Kinder mit Spaß zum Lernen grundsätzlicher mathematischer Prinzipien bringt“, sagt Claudia Maria Ammann. Was letztlich den Ausschlag gerade für dieses Projekt gegeben hat, sei der offene Ausgang des Ganzen. „Es ist prozessorientiert, das hat uns sehr gut gefallen. Wir sind gespannt, was daraus wird“, sagt Christoph Martin Schmidt. Ganz der Fantasie der Kinder obliege es, wie sie sich dem Thema öffnen werden.

„Wir werden auf wärmere Tage warten, um das Projekt auch draußen durchführen zu können“, sagt Frauke Hillmann von der Grundschule Mühl Rosin. Welche Kinder aus welcher Klassenstufe dabei sein werden, wird noch überlegt. Aber eines ist sicher: Es wird ganz anders werden, als der Unterricht sonst.

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