Fahren mit dem Elektroauto : Umweltbewusst auf Achse

Auf Probefahrt: Fred Bollmann (vorne) und Kai-Uwe Gerlach.
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Auf Probefahrt: Fred Bollmann (vorne) und Kai-Uwe Gerlach.

Ehrenamtlicher Naturparkranger rollt jetzt emissionsfrei und geräuschlos durch die sensible Natur

svz.de von
05. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Ein Zeichen für den Umweltschutz will der ehrenamtliche Ranger und Naturschutzwart im Nationalpark Feldberger Seenlandschaft Fred Bollmann setzen. Zusammen mit seinem Sohn holte er gestern in der Autoscheune Gerlach in Badendiek/Güstrow bei Kai-Uwe Gerlach einen mit einem Elektromotor betriebenen Geländewagen der Marke Polaris ab. Für seine Fahrten und Touristentouren durch das sensible, hügelige und waldreiche Naturschutzgebiet legt er Wert darauf, dass sein „Dienstfahrzeug“ emissionsfrei und leise läuft. „Gerade in so einem Schutzgebiet sollte man sich vorbildlich bewegen. So ein Elektrofahrzeug ist da das Beste“, meint Bollmann.

An die 80 Kilometer kann das Elektrofahrzeug mit einer „Ladung“ Strom zurücklegen. – Eine Strecke, die dem Ranger vollauf reicht. Geht es ihm doch nicht darum, mit dem Wagen „Kilometer zu schrubben“. „Zum Aufladen braucht die Batterie dann etwa fünf Stunden“, erläutert Gerlach. Es genüge dafür der Anschluss an eine ganz normale Schuko-Steckdose, wie sie jeder Haushalt hat. Eine extra Ladestation werde nicht gebraucht, sagt Kai-Uwe Gerlach, der zwischen Hamburg und Berlin als einziger Polaris-Fahrzeuge verkauft, wie er feststellt.

Auch ein Jäger aus unserem Landkreis habe bereits so einen Wagen geordert, erzählt er. „Er kann damit so leise an seinen Hochstand heranfahren, dass er die Tiere nicht verschreckt“, macht Gerlach einen Vorteil deutlich.

So war auch gestern nichts von einem Motorengeräusch zu hören, als Gerlach auf dem Hof an seiner Autoscheune zum ersten Mal den Wagen anließ und mit dem Ranger als Beifahrer losrollte. Lautlos zog der Wagen des Typs „Ranger EV“ seine Bahn. Und auch als er auf dem Parcours nebenan an einem Steinhügel und bei einer Bergfahrt seine erste Bewährungsprobe zu bestehen hatte, meisterte er diese leise wie ein Mäuschen und mühelos. Dass er in seinem neuen „Gelände-Cabrio“ auch bei Minusgraden im Freien sitzt, stört den abgehärteten 51-Jährigen nicht. „Ich bin das gewohnt“, sagt er.

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