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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 03:27 Uhr

Güstrow : Um einen Barlach reicher

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neu erworbene Zeichnung an Ernst-Barlach-Stiftung übergeben. „Sitzender Mann“ wird im kommenden Jahr öffentlich gezeigt.

Voller Freude präsentierte gestern die Ernst-Barlach-Stiftung eine im Juni erworbene Zeichnung Ernst Barlachs mit dem Motiv eines sitzenden Mannes. Auf einer Berliner Kunstauktion konnte sie dank der Unterstützung der Ospa-Stiftung, sie stellte 3000 Euro zur Verfügung, erworben werden (SVZ berichtete). „Diese Unterstützung war wichtig und schnell, um mitbieten zu können“, so Dr. Volker Probst, Leiter der Barlach-Stiftung, der glücklich ist über diesen Erwerb. Gleichzeitig konnten von dem Geld ein Holzschnitt und eine Radierung von Max Beckmann erworben werden.

Bislang sei diese Zeichnung, die im Mai 1909 in Florenz entstanden ist, noch nicht bekannt gewesen, doch deutlich sei die Handschrift Barlachs zu sehen. „Es gehört zum Motivkreis der Sterndeuter“, ist Volker Probst sicher. Barlach hatte fast ein Jahr lang in der Villa Romana verbracht und seine Zeichnung selbst datiert. Mit ihr werde die umfangreiche Sammlung der Barlach-Stiftung erweitert und ergänzt. Allein 1400 Zeichnungen gehören dazu. Mit dieser wichtigen Neuerwerbung sei es gelungen, ein seltenes Werk Barlachs aus seiner Frühzeit für die kunstinteressierte Öffentlichkeit und die wissenschaftliche Forschung dauerhaft zu sichern.

Auch Sebastian Constien als Landrat und als Vorstandsmitglied der Ernst-Barlach-Stiftung freute sich über diesen Ankauf. „Das Geld ist in der Barlach-Stiftung gut angelegt“, betont er. Die Ospa-Stiftung unterstützt neben dem Sport sowie Natur- und Umweltschutz auch Projekte aus Kunst und Kultur. Die Barlach-Stiftung war schon des Öfteren Nutznießer dieser Förderungen. „Wir schauen immer, dass wir aus der ganzen Region Projekte unterstützen“, sagte Birgit Kadsewitz von der Stiftung. Sie hoffe auch weiterhin auf lohnenswerte Projekte. „Wer bei uns nicht beantragt, hat auch keine Chance“, erklärte sie.

Die Güstrower können sich freuen und schon bald die erworbene Zeichnung selbst betrachten. Denn für das nächste Jahr ist eine Schau „Erwerbungen 2005 bis 2018“ geplant. „Ende Juni kommenden Jahres wird diese Zeichnung erstmals öffentlich zu sehen sein“, verrät Volker Probst. Es wird eine von etwa 20 Zeichnungen sein, die dann der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Dazu kommen zwölf Plastiken, Briefe, Druckgraphik und Fotografien.

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